Weltanschaulich-religiöse Neutralität

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Die weltanschaulich-religiöse Neutralität des Staates ist die eine Seite der Trennung von Staat und Religion.

In Deutschland ist der Staat durch das Grundgesetz zur weltanschaulich-religiösen Neutralität verpflichtet. So urteilte das Bundesverfassungsgericht: „Das Grundgesetz legt durch Artikel 4 Absatz 1, Artikel 3 Absatz 3, Artikel 33 GG sowie durch Artikel 136 Absatz 1 und 4 und Artikel 137 Absatz 1 WRV in Verbindung mit Artikel 140 GG dem Staat als Heimstatt aller Staatsbürger ohne Ansehen der Person weltanschaulich-religiöse Neutralität auf. Es verwehrt die Einführung staatskirchenrechtlicher Rechtsformen und untersagt auch die Privilegierung bestimmter Bekenntnisse.“[1]

Siehe auch

Laizismus

Fußnoten

  1. BVerfGE 19, 206-289; zitiert nach der Broschüre Staat und Kirche im vereinigten Deutschland von Erwin Fischer. Danach ist das: „die in den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Dezember 1965 verkündete grundsätzliche Aussage über das Verhältnis von Staat und Kirche.“