Warum ich kein Christ bin

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Warum ich kein Christ bin (Why I am not a Christian) ist ein Essay des britischen Philosophen, Mathematikers und Nobelpreisträgers Bertrand Russell.

Der Text basiert auf einem Vortrag, den Russell 1927 in der Stadthalle von Battersea unter der Schirmherrschaft der National Secular Society hielt. Er wurde noch im selben Jahr als Pamphlet veröffentlicht. 1932 erschien erstmals eine deutsche Übersetzung, herausgegeben vom „Kreis der Freunde monistischen Schrifttums“ in Dresden. 1957 gab Paul Edwards den englischen Text, erweitert um einige Essays von Russell zum gleichen Thema und einen Anhang The Bertrand Russell Case (über die Probleme, die Russell in den USA bekam, als er Anfang der 1950er Jahre dort lehren wollte), als Buch neu heraus. Diese erweiterte Fassung erschien 1963 im Münchner Szczesny-Verlag und ab 1968 in zahlreichen hohen Neuauflagen bei Rowohlt.

Inhalt

Russell prüft eine Reihe von Gottesbeweisen, unter anderem das Argument der ersten Ursache, den teleologischen Gottesbeweis und moralische Argumente.

Des Weiteren untersucht er die christliche Theologie und führt Fehler in Jesu Lehren auf. Er nennt ihn einen guten, doch nicht sehr guten Menschen, da er diejenigen, die ihm nicht folgen, mit Hölle und ewiger Verdammnis bedroht habe. Schließlich bezeichnet er die christliche Religion und die Kirchen als Hauptfeind des moralischen Fortschritts.

Fazit

Russell sieht die Angst als Grundlage der Religion und der damit verbundenen Konflikte. Er hofft, dass die Religion durch die Wissenschaft überwunden wird und der Mensch sich mit der Kraft seiner Intelligenz eine bessere Welt schafft. {{#if:

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„Die Religion stützt sich vor allem und hauptsächlich auf die Angst. Teils ist es die Angst vor dem Unbekannten und teils, wie ich schon sagte, der Wunsch zu fühlen, dass man eine Art großen Bruder hat, der einem in allen Schwierigkeiten und Kämpfen beisteht. Angst ist die Grundlage des Ganzen - Angst vor dem Geheimnisvollen, Angst vor Niederlagen, Angst vor dem Tod. Die Angst ist die Mutter der Grausamkeit, und es ist deshalb kein Wunder, dass Grausamkeit und Religion Hand in Hand gehen, weil beide aus der Angst entspringen. (...) Eine gute Welt braucht Wissen, Güte und Mut, sie braucht keine schmerzliche Sehnsucht nach der Vergangenheit, keine Fesselung der freien Intelligenz durch Worte, die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden. Sie braucht einen furchtlosen Ausblick auf die Zukunft und eine freie Intelligenz.“

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Bezugnahme

Der amerikanische Schriftsteller Philip Roth zitiert in seinem 2008 erschienenen Roman Indignation (dt. Empörung) ausführlich aus Russels Vortrag.

Weblinks


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