Wafa Sultan

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Wafa Sultan (Vorlage:ArS; * 1959 in Banias, Syrien) ist eine amerikanische Psychiaterin syrischer Herkunft.

Bekannt wurde sie durch ihr Engagement in politischen Debatten im Nahen Osten. Sie selbst wurde muslimisch erzogen, bezeichnet sich inzwischen aber als säkular, seit sie Zeugin des Mordes von Islamisten an ihrem Professor an der Universität von Aleppo wurde. 1989 wanderte sie mit ihrem Mann David Sultan in die USA aus; beide sind inzwischen amerikanische Staatsbürger.

Sie hatte zwei spektakuläre Auftritte in Talkshows auf al-Dschazira. Ende 2005 diskutierte sie mit dem algerischen Islamisten Ahmad bin Muhammad über Terrorismus und religiöse Erziehung, der ihren provokanten Fragen meist auswich. Sie warf ihm vor, die Erziehung von Kindern zu Terroristen zu begünstigen, indem sie schon in jungen Jahren bestimmte Verse des Korans auswendig lernen müssten, ohne diese zu reflektieren.

Ihr Auftritt am 21. Februar 2006 bei al-Dschazira wurde von zahlreichen Medien aufgegriffen und verbreitete sich durch E-Mails und Weblogs rasant. Das Thema der Talkshow war Huntingtons Theorie vom Kampf der Kulturen. Vor allem ihre provozierenden Vergleiche („Noch nie hat sich ein Jude in einem deutschen Restaurant in die Luft gejagt“) machten ihre Gesprächspartner sprachlos. Dieser Auftritt brachte ihr neben Morddrohungen Lob von Reformern ein.


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