Taufe

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Die Taufe ist ein christlicher Ritus, welcher den offiziellen Eintritt in die Glaubensgemeinschaft darstellt.


Geschichte

Die ersten christlichen Taufen gehen auf die Zeit des Neuen Testamentes zurück. Reinigende Tauchungen waren aber bereits davor bekannt, schon im Alten Testament, und hatten dort ebenfalls den Zweck einer äußeren und inneren Reinigung, um Krankheit oder Sünde abzuwaschen. Solche rituellen Waschungen sind auch im Judentum und Islam, dort zum Beispiel vor dem Gebet, bekannt. Im Neuen Testament wurde erstmals eine Taufe als Glaubensbekenntnis und Konvertierung beschrieben. Diese erste beschriebene Taufe wurde durch Johannes im Fluss Jordan durchgeführt, der daraufhin den Beinamen "der Täufer" erhielt. Auch Jesus und einige seiner Jünger wurden von Johannes getauft, später übernahmen auch Jünger Jesus diese Aufgabe.

Gründe und Charakter der Taufe

Je nach Ausrichtung der christlichen Gemeinde wird die zu taufende Person beispielsweise einmalig oder mehrfach unter Wasser getaucht, oder es wird ihr nur Wasser über den Kopf gegossen. Auch die Art der Kleidung und ob überhaupt solche getragen wird ist von der Konfession abhängig. Mit der Taufe sollen dem Gläubigen seine Sünden vergeben, Gott um ein reines Gewissen gebeten, dieser ein Teil Christis und Teil der Gemeinde werde. Kindestaufen sind seit dem Jahr 200 belegt.

Taufe heute

Heutzutage werden, abgesehen von Konvertiten, hauptsächlich Säuglinge getauft. Da diese noch kein eigenes Glaubensbekenntnis abgeben können übernehmen Eltern und Taufpaten die Bekennung zu Jesus und zu einer christlichen Erziehung. Eine Erwachsenen- oder Gläubigentaufe kann nur auf Wunsch des Täuflings vollzogen werden, so dass dieser auch selbst ein Glaubensbekenntnis ablegen muss. In der Regel wird hier auf Taufpaten verzichtet. Die verschiedenen Konfessionen pflegen unterschiedliche Arten der Taufe, die gängigen Formen sind jedoch Untertauchen, Übergießen und Besprengen. Abgesehen von den unterschiedlichen Praktiken variieren auch die Tauftexte. Einzig die Formulierung "[...] Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes" liegt allen Taufriten zu Grunde.

Rechtliches

Aus der Taufe ergeben sich nicht nur religiöse Folgen, sondern auch rechtliche. Eine Taufe ist Verbunden mit dem kirchenrechtlichen Eintritt in die Religionsgemeinschaft. Die Vorrausetzungen für eine Taufe sind in den jeweiligen Kirchenrechten definiert. Desweiteren stellt die Taufe eine Amtshandlung dar, weshalb sie beurkundet werden muss. Das passiert über eine Eintragung im Kirchenbuch und der Ausstellung eines Taufscheins. Sofern die Glaubensgemeinschaft vom Staat als solche anerkannt wird, ergeben sich durch die Taufe auch noch staatsrechtliche Folgen, in Deutschland zum Beispiel die Kirchensteuer. Siehe auch: Kirchenaustritt