Skeptikerbewegung

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Die Skeptikerbewegung, auch moderner Skeptizismus, wissenschaftlicher Skeptizismus oder rationaler Skeptizismus, bezeichnet die Gesamtheit der Skeptikervereinigungen und der Personen, die ihre Ziele teilen. Ihre Absicht ist es, sich kritisch mit pseudo- und parawissenschaftlichen Theorien auseinanderzusetzen. Sie unterscheidet sich von der philosophischen Richtung des Skeptizismus dadurch, dass sie nicht die Möglichkeit jeglicher Erkenntnis der Wirklichkeit und Wahrheit prinzipiell in Frage stellt, sondern lediglich Thesen anzweifelt, die dem so genannten skeptischen Hinterfragen nicht standhalten.

Geschichte

Die seit Ende der 60er Jahren aktive Bewegung geht auf den Philosophen, Geschäftsmann und Vorsitzenden eines amerikanischen Atheisten-Verbandes Paul Kurtz zurück. Er gründete 1976 CSICOP, eine international tätige und gleichzeitig die älteste Skeptikervereinigung.

Vereinigungen

Die Skeptikervereinigungen sind auf internationaler Ebene im International Network of Skeptical Organizations organisiert,[1] in Europa im European Council of Skeptical Organisations (ECSO), das 1995 gegründet wurde.

Gegenströmungen

Bei Begriffen wie etwa Pseudowissenschaft, an deren Verbreitung die US-amerikanische Skeptiker-Organisation CSICOP und die deutsche GWUP mit teils abwertender und ausschließender Absicht mitgewirkt hätten, sprechen der Wissenschaftstheoretiker Larry Laudan und der Soziologe Edgar Wunder von „hohlen Phrasen“ und Kampfbegriffen mit lediglich emotionalem Gewicht, ohne analytischen Gehalt.

Der US-Amerikaner Ed Storms sprach anlässlich der Dritten Internationalen Konferenz über Kalte Kernfusion (ICCF3) in Nagoya, Japan im Oktober 1992 vom „pathologischen Skeptizismus“. Etwa zeitgleich Anfang der 90er hatte der Soziologieprofessor Marcello Truzzi, ein ehemaliges Gründungsmitglied der führenden US-amerikanischen Skeptiker-Organisation CSICOP, im Hinblick auf deren ausweisende Tendenzen gegenüber Meta-, Para- und Pseudowissenschaften vom „Pseudo-Skeptizismus“ gesprochen, den so mancher Naturwissenschaftler praktiziere, der zwar statuieren könne, was empirisch unwahrscheinlich sei, nicht jedoch, was empirisch unmöglich ist.[2]

Im Zuge einer vereinsinternen Auseinandersetzung innerhalb der GWUP verließen 1999 der Mitbegründer und damalige Redaktionsleiter von deren Publikationsorgan Skeptiker Edgar Wunder und andere Mitglieder die führende deutsche Skeptiker-Organisation. Umgestiegen auf die Gesellschaft für Anomalistik prägte Wunder im Rahmen einer GWUP-kritischen Analyse schließlich den Begriff „Skeptizismus-Syndrom“.[3]

Quellen

Literatur

Weblinks


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