Religionen in Island

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Dieser Artikel gibt eine Übersicht über die Verbreitung der verschiedenen Religionen in Island.

Politik

In Island besteht Glaubensfreiheit. Die Verfassung legt fest, dass die Evangelisch-lutherische Kirche Staatskirche ist und vom Staat geschützt und unterstützt wird. Diese Regelung kann aber per Gesetz außer Kraft gesetzt werden. Eine Kuriosität ist der Elfenbeauftragte des Bauamtes von Reykjavik.

Als Ersatz für die Kirchensteuer müssen Konfessionslose eine Steuer für die Universität von Reykjavik entrichten.

Gesellschaftliche Bedeutung der Religion

Nominell sind die meisten Isländer protestantische Christen, der Kirchenbesuch ist jedoch gering. Daneben ist der Glaube an Elfen und andere Fabelwesen weit verbreitet. Laut der Eurobarometer-Studie "Social Values, Science and Technology" von 2004 glauben 11% der Bevölkerung an keinerlei Gott oder sonstige höhere Macht.

Statistik

Laut der Volkszählung von 2004 sind 85,46% der Bevölkerung Mitglieder der Lutherischen Staatskirche, circa 8% sind Mitglieder andere christlicher Kirchen. Konfessionslose machen 2,44% der Bevölkerung aus.

Geschichte

Island war zunächst vom nordischen Heidentum geprägt. Im Jahr 1000 beschloss der Althing die Konversion zum Christentum. Später hielt unter dänischer Herrschaft die Reformation Einzug. Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erlebt das Heidentum unter der Bezeichnung Asatru eine Renaissance.

Säkulare Organisationen

Die humanistische Organisation Siðmennt hat zwischen 100 und 200 Mitglieder. Daneben gibt es noch die Organisationen Samfélags trúlausra und Vantrú sowie die Studentengruppe Skeptíkus.

Weblinks