Pseudowissenschaft

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Darstellungen zur okkulten Chemie aus dem Jahr 1924

Eine Pseudowissenschaft (neoklassisches Lehn-Affixoid pseud- = unecht, vorgetäuscht, scheinbar; abgeleitet von dem altgr. Verb pseudo = täuschen, sich täuschen bzw. dem Substantiv pseudos = Lüge, Täuschung[1][2]) ist eine Lehre, die sich den äußeren Anschein einer Wissenschaft gibt, ohne diesen Anspruch zu erfüllen.

Begriff

Pseudowissenschaften sind Lehrgebäude, in denen Thesen dogmatisiert und gegen Kritik immunisiert werden. Im Gegensatz dazu zeichnet sich die moderne Wissenschaft durch die Bildung von intersubjektiv überprüfbaren Theorien mit Hilfe einer korrekturbasierten Methode aus. Während Ergebnisse in der Wissenschaft kritikoffen vertreten werden, da stets neue Erkenntnisse denkbar sind, gehen Pseudowissenschaften von feststehenden Ergebnissen aus. Diese werden mit nachträglich ausgewählten Fakten unterlegt, um sie in einem neutralen und objektiven Licht erscheinen zu lassen. Während die Wissenschaft neue Erkenntnisse anstrebt, steht für Pseudowissenschaften das Ergebnis von vornherein fest. Das wesentliche Merkmal von Pseudowissenschaften ist also, dass sie in sich geschlossen sind.

Verwendung in der Wissenschaftstheorie

Die Prägung des Begriffs in der Diskussion der Wissenschaftstheorie wird Karl Popper zugeschrieben.[3] Der Wissenschaftstheoretiker hatte sich nach eigenem Bekunden ab 1919 mit dem Thema Pseudowissenschaft beschäftigt, und in diesem Rahmen sein sogenanntes Falsifizierbarkeitskriterium zur Lösung des Abgrenzungsproblems zwischen empirischen und nicht-empirischen Theorien entwickelt: „I wished to distinguish between science and pseudo-science; knowing very well that science often errs, and that pseudo-science may happen to stumble on the truth.“ ("Ich wollte zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft unterscheiden, wohl wissend, dass sich auch Wissenschaft irrt und Pseudowissenschaft durchaus über die Wahrheit stolpern kann.")[4] Dabei machte er klar, dass er in seiner ersten Näherung an das Phänomen der Pseudowissenschaften nicht die Frage der Wahrheit für vorrangig gehalten habe. Auch fehlende Exaktheit oder Messbarkeit seien nicht sein Grundproblem gewesen. Er habe vielmehr intuitiv empfunden, dass es Theorien gäbe, die sich als Wissenschaften gerierten, tatsächlich jedoch mehr mit Mythen gemein hätten als mit Wissenschaft. Als Beispiele nannte Popper den Marxismus, die Psychoanalyse, die Individualpsychologie und die Astrologie, als Gegenbeispiel nannte er Einsteins Relativitätstheorie.

Was jene Theorien attraktiv mache, sei vor allem ihre scheinbar umfassende Erklärungskraft für alles, was in ihrem Betrachtungsraum liege. Das Studium solcher Theorien hätte den Effekt einer intellektuellen Bekehrung oder Offenbarung. Dem Leser schienen sich die Augen für neue Wahrheiten zu öffnen, die „Nichteingeweihten“ verborgen blieben. „Ungläubige“ erschienen als Menschen, die sich weigerten, diese Wahrheit anzuerkennen. Als besonderes Charakteristikum solcher Theorien beschrieb Popper also, dass es für sie einen beständigen Strom von Verifikationen gäbe. Jeder neue Fall werde im Lichte vorhergehender „Erfahrungen“ betrachtet und dadurch als weiterer Beleg für die Richtigkeit der Theorie gewertet. Dies mache deutlich, dass die scheinbare Stärke dieser Theorien – die allumfassende Erklärbarkeit – in Wahrheit ihre Schwäche sei. Popper veröffentlichte diese Überlegungen jedoch erst sehr viel später in den 1960er Jahren in autobiographischen Anmerkungen oder Kommentierungen früherer Veröffentlichungen. In der Einleitung der Veröffentlichung von frühen Manuskripten, die der „Logik der Forschung“ zugrunde lagen kommentierte Popper seine Intention zur Entwicklung eines Abgrenzungskriteriums mit den Worten: „Das Ziel der Abgrenzung [wurde] völlig mißverstanden und es wurde angenommen, das ich die 'gegenwärtig anerkannten' Theorien der empirischen Wissenschaften charakterisieren wollte; während es meine Absicht war, alle empirisch-wissenschaftlich diskutablen Theorien, einschließlich der überholten oder widerlegten, also aller wahren 'und falschen' empirischen Theorien von den pseudo-wissenschaftlichen Theorien abzugrenzen, aber auch von der Logik, der reinen Mathematik, der Metaphysik, der Erkenntnistheorie, und überhaupt der Philosophie“[5] Für den Philosophen Hans Jürgen Wendel erscheinen in einer Kommentierung der Logik der Forschung Metaphysik und Pseudowissenschaft in Hinblick auf die Abgrenzung zu empirischen Wissenschaften „zumindest verwandt, partiell vielleicht sogar identisch und daher aus ähnlichen Gründen problematisch zu sein.“[6]

In Poppers Hauptwerk, der Logik der Forschung (1935), kommt der Begriff Pseudowissenschaft nicht vor. Hier wird nur von der allgemeineren Unterscheidung von Wissenschaft und Metaphysik bzw. nicht-empirischen Theorien gesprochen. Diese Eingrenzung auf das Problem der Metaphysik geschah offenbar in erster Linie aufgrund der Diskussionen mit dem Wiener Kreis, in dessen Umfeld die Publikation erfolgte.[7] Auch der Wissenschaftstheoretiker Imre Lakatos rezipierte Poppers Demarkationskriterium im Sinne einer Unterscheidung von Wissenschaft und Pseudowissenschaft.[8]

Verwendung in der Skeptikerbewegung

Seit den 1960er Jahren existiert – vorwiegend in industrialisierten Ländern – die so genannte Skeptikerbewegung, die aus Skeptikervereinigungen besteht und sich in kritischer Absicht mit pseudo- und para-wissenschaftlichen Theorien auseinandersetzt. In den USA sind hierfür das „Committee for the Scientific Investigation of Claims of the Paranormal (CSICOP)“ (gegründet 1976, nimmt eine führende Rolle ein) und die „Skeptics Society“ bekannt. In Deutschland gibt es die „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP)“. Die Bewegung trägt ihre Standpunkte hauptsächlich über Zeitschriften in die Öffentlichkeit. CSICOP gibt den Skeptical Inquirer heraus, die Skeptics Society den Skeptic und die GWUP die vierteljährliche die Zeitschrift skeptiker.

Die populäre, polemisch ausgerichtete Verwendung des Begriffs findet sich vor allem bei dieser Skeptiker- und Brights Bewegung, sowie ihr nahestehenden Autoren wie Richard Dawkins, Mario Bunge, Carl Sagan und James Randi. Diese Autoren betrachten Pseudowissenschaft als schädlich und verstehen die Befürwortung als Ausfluss politischer Interessen oder als vorsätzliche Täuschung zur finanziellen Bereicherung. In extremen Fällen können dabei Gesundheits- und Sicherheitsfragen eine direkte Rolle spielen, zum Beispiel im Fall medizinischer oder psychiatrischer Behandlung, oder bei der Einschätzung von Sicherheitsrisiken.

Anforderungen an eine Wissenschaft

Falsifizierbarkeit/Widerlegbarkeit

Die Entwicklung des Begriffs der Pseudowissenschaft wurde von Poppers Kriterium der Falsifizierbarkeit als notwendige Bedingung jeglicher Hypothesen- und Theoriebildung beeinflusst. Dieses Kriterium für die Wissenschaftlichkeit einer empirischen Theorie hat sich oftmals auch jenseits des von Popper entwickelten Kritischen Rationalismus durchgesetzt, wenn auch teilweise in mehr oder weniger abgewandelter Form. Beispielsweise taucht es in der Analytischen Philosophie als Widerlegbarkeits-Kriterium auf. [9] Eine These, die prinzipiell nicht falsifiziert werden kann, gilt als nicht wissenschaftlich, da sie keine durch empirische Beobachtungen überprüfbaren Aussagen macht bzw. falsifizierbare Voraussagen trifft. Daher kann jedes analytische Ergebnis, jeder empirische Befund, als bestätigender Beleg einer solchen These aufgefasst werden.

Vertreter von Pseudowissenschaften sind schon im Ansatz nicht bereit, die Möglichkeit einer Falsifikation einzuräumen bzw. setzen unrealistisch hohe Hürden für eine zu akzeptierende Widerlegung an. Das Kriterium fehlender Falsifizierbarkeit ist ein bei allen klassifizierten Pseudowissenschaften auftretendes Merkmal: Für die Überprüfung ihrer Aussagen gibt es keinen empirischen Beobachtungssatz, den die Propagierenden als Infragestellung ihrer Lehre akzeptieren würden bzw. keine Quelle mit abweichender Aussage, die entweder nicht umgedeutet oder angezweifelt würde. Ähnlich wie Verfechter von Verschwörungstheorien immunisieren sich Vertreter von Pseudowissenschaften gegen externe Korrektive. Gegen sie kritisierende empirische Beobachtungen werden in Pseudowissenschaften oftmals im Nachhinein stützende Ad-hoc-Hypothesen eingeführt, die allerdings dann den Falsifizierbarkeitsgrad ihrer Theorie weiter verringern.[10]

Weitere Demarkationskriterien

Neben dem Kriterium der Falsizierbarkeit werden in der Wissenschaftstheorie auch völlig andere Methoden vorgeschlagen, um Wissenschaftlichkeit von Nicht-Wissenschaftlichkeit abzugrenzen.[11] So ist im Positivismus das Abgrenzungskriterium Induktion und Verifikation; bei Martin Gardner sind Bestätigung der Theorie durch Beweise und Kompetenz der Forscher ausschlaggebend;[12] Paul R. Thagard schlägt das Vorhandensein der Faktoren Theorienbildung, Forschungsgemeinschaft und historischer Kontext als Demarkationskriterium vor.[13]

Der Wissenschaftshistoriker Thomas Samuel Kuhn betonte den Fortschritt im Sinne einer Progression verschiedener Phasen. Er lehnte Poppers Vorschlag der Falsifizierbarkeit als Demarkationslinie ab und griff lediglich die Forderung nach konkreten Vorhersagen auf. Anstelle der Falsifizierbarkeit schlug er die Möglichkeit der Weiterentwicklung als Abgrenzungskriterium vor. Innerhalb einer Theorie müsse es möglich sein, Normalwissenschaft zu betreiben, also kleinere Probleme innerhalb des gewählten Paradigmas zu lösen ("Rätsellösen"). Bei nicht-wissenschaftlichen Lehren sei genau diese Optimierung nicht möglich. "They had rules to apply, they had no puzzles to solve and therefore no science to practice"[14] Imre Lakatos sieht die Progressivität eines Forschungsprogramms als Schlüsselkriterium.[15]

Paul Feyerabend bestreitet dagegen jede Möglichkeit der Unterscheidung von Wissenschaft und Nicht-Wissenschaft. Für ihn stehen alle Wissensformen auf einer Stufe.[16]

Kriterien der Wissenschaftlichkeit

Innerhalb der modernen Philosophie entstand schwerpunktmäßig im 20. Jahrhundert mit der Wissenschaftstheorie eine metawissenschaftliche Disziplin, die Kriterien für eine Qualifikation von Aussagen und Lehrsätzen als wissenschaftlich aufstellt. Kriterien (Sollvorgaben) aus verschiedenen Strömungen der Wissenschaftstheorie sind etwa:

  1. Innere Widerspruchsfreiheit: Hypothesen oder Theorien sollen in ihrem Aufbau keine logischen Widersprüche aufweisen.
  2. Äußere Widerspruchsfreiheit: Hypothesen oder Theorien sollen mit bereits akzeptiertem Wissen kompatibel sein (externe Konsistenz) oder angeben, wo bislang als gesichert anzunehmendes Wissen in ihrem Sinne zu korrigieren ist.
  3. Aussagekraft: Eine Theorie soll möglichst aussagekräftig sein und möglichst viele und präzise Prognosen machen, d.h es sollen möglichst viele logische Sätze im Widerspruch zu den Theorien oder Hypothesen stehen, die Theorie soll demnach so viel wie möglich verbieten.
  4. Verständliche Darstellung: Theorien und Hypothesen sollen in einer möglichst einfachen und klaren Sprache formuliert werden.
  5. Vorläufigkeit: Die Beschreibung der Theorien und Hypothesen soll nicht den Eindruck der Sicherheit erwecken und mögliche Schwächen offen ansprechen.

Ein Vorwurf an eine Theorie pseudowissenschaftlich zu sein, bezieht sich in der Regel auf den Vorwurf, solche Vorgaben nicht einzuhalten.

Abgrenzung

Hauptartikel: Parawissenschaft

Die Parawissenschaft unterscheidet sich von der Pseudowissenschaft dadurch, dass bei ihr lediglich berechtigte Zweifel an der Wissenschaftlichkeit bestehen. Meist beziehen sie sich auf unklare, seltene und strittige Anomalien, die zwar durch eine (im Sinne der Erkenntnistheorie) wissenschaftliche Theorie erklärt werden, wobei die Theorie jedoch nach dem Stand der Forschung zu weit hergeholt und unglaubwürdig erscheint, da sie einen hohen metaphysischen Überschuss enthält. Oft handelt es sich um Theorien, für die noch keine realistischeren Erklärungen gefunden wurden.

Hauptartikel: Junk Science

Bei Junk Science wird im Gegensatz zur Pseudowissenschaft eine bewusste und vorsätzliche Irreführung vorgenommen und eine Lehre aus politischen, religiösen oder finanziellen Absichten vertreten. Damit soll interessengeleiteten Argumentationen der Nimbus und die Glaubwürdigkeit der Wissenschaftlichkeit verliehen werden. Dabei werden auch häufig Daten aus dem Zusammenhang gerissen oder gar gefälscht bzw. sonstige unredliche Methoden angewendet, um die eigene Position vorteilhaft darzustellen oder anderslautende Positionen abzuwerten.

Hauptartikel: Irrlehre

Eine Irrlehre ist eine vormals protowissenschaftliche These, die sich jedoch als unbrauchbar für die Wissenschaft herausgestellt hat. Nicht jede Irrlehre entwickelt sich zwangsläufig zur Pseudowissenschaft. Entscheidend ist, inwieweit ein Lehrgebäude über eine Anschlussfähigkeit für bestimmte Zielgruppen verfügt, die das konkrete Erkenntnisinteresse übersteigt.

Hauptartikel: Religion, Esoterik und Spiritualität

Die meisten Religionen bzw. spirituellen Lehren erheben keinen (uneingelösten) wissenschaftlichen Anspruch. Ihre Lehren und Weltanschauungen werden daher lediglich dann als Pseudowissenschaften bezeichnet, wenn ihre Vertreter allgemeingültige Aussagen machen, die inhaltlich im Konflikt zu naturwissenschaftlichen Theorien stehenden und die sich auf eine höhere Autorität berufen (z. B. Intuition, göttliche Offenbarungen oder Erleuchtungserlebnisse).

Hauptartikel: Cargo-Kult-Wissenschaft

Cargo-Kult-Wissenschaft ist eine Form mangelnder wissenschaftlicher Integrität, die im Gegensatz zur Pseudowissenschaft in der Wissenschaft selbst vorkommt. Sie bezieht sich hauptsächlich auf das unkritische Zitieren von fremden Forschungsergebnissen und das ungeprüfte Voraussetzen ihrer Korrektheit, oder auch auf die Übernahme eines Teilergebnisses, wobei jedoch wesentliche Bedingungen für dessen Zustandekommen ignoriert werden. Der Ausdruck soll eine Parallele zum Cargo-Kult symbolisieren, d.h. eine Wissenschaft kennzeichnen, die zwar methodisch korrekt arbeitet oder oberflächlich betrachtet stimmige Ergebnisse liefert, die aber sinnlos geworden ist.

Hauptartikel: Protowissenschaft

Protowissenschaft oder Vorwissenschaft bezeichnet Thesen, die im Sinne der Erkenntnistheorie keinen wissenschaftlichen Charakter besitzen, deren Vertreter jedoch ernsthaft und aufrichtig einen solchen Charakter anstreben und versuchen, die problematischen Elemente so zu korrigieren, dass vernünftige wissenschaftliche Aussagen in Zukunft möglich werden. Bei der Eröffnung eines vollständig neuen Forschungsfeldes befindet sich dieses im Allgemeinen eine gewisse Zeit lang in diesem Status.

Einigen wissenschaftlichen Theorien, die heutzutage akzeptiert sind, wurde von den damaligen Wissenschaftlern vorgeworfen pseudowissenschaftlich, irrational oder offensichtlich falsch zu sein. Heute anerkannte Wissenschaften gingen oft durch eine Vorstufe als Proto-Wissenschaft. Oft war auch tatsächlich ein potenziell wissenschaftsfähiger Kern mit pseudowissenschaftlichen, religiösen oder ideologischen Elementen verwoben, so dass sich erst allmählich ein wissenschaftlicher Kern herauszukristallisieren begann. Wesentlich bei der Unterscheidung zwischen Pseudowissenschaft und Protowissenschaft ist, dass letztere das Potenzial besitzt, sich nach allen Kriterien des jeweils anerkannten Standes der Wissenschaft weiterzuentwickeln.

Ein wesentlicher Aspekt wissenschaftlichen Arbeitens besteht nämlich darin, Irrtümer und unfalsifizierbare Hypothesen als solche zu erkennen und ohne sie weiterzuarbeiten. Ein typisches Beispiel für diese Arbeitsweise ist die Entwicklung in der Physik:

  • Das Konzept des geozentrischen Weltbilds wurde während der Renaissance aufgegeben.
  • Die Newtonsche Physik wurde durch Einsteins Relativitätstheorie für beliebige Massen und Geschwindigkeiten erweitert.
  • Die Erkenntnisse von Heisenberg und anderen Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Quantentheorie ergänzen die Newtonsche Physik auf atomarer und subatomarer Ebene.
  • An einer Theorie, die die Relativitätstheorie mit der Quantentheorie vereinigt, wird seit vielen Jahren gearbeitet.

Ein wichtiger Grund für diese stetige Weiterentwicklung ist die prinzipielle Offenheit für neue Erkenntnisse. Auch Lehren, die von Zeitgenossen als Metaphysik und Pseudowissenschaften bezeichnet wurden, können sich als richtig erweisen. Das trifft etwa für die Theorie des Urknalls oder die Schwarzen Löcher zu, die Kontinentalverschiebung, die Kosmologie, die Elektromagnetischen Felder, Keime als Krankheitserreger, Meteoriten oder die moderne Psychiatrie.[17]

Merkmale von Pseudowissenschaften

Pseudowissenschaften entsprechen ihrem Wesen nach nicht den Kriterien methodisch reflektierter, intersubjektiver Wissenschaft. Von reiner Religion, Esoterik oder Obskurantismus unterscheiden die Pseudowissenschaften sich dadurch, dass sie experimentell gewonnene Daten zur Bestätigung ihrer zentralen Überzeugungen nutzen, wobei die Grundannahmen selbst auch unabhängig von den empirischen Daten feststehen. Ein Beispiel sind die Lehren der sogenannten Schöpfungswissenschaft und des „Intelligent Design“. Sie teilen mit der Religion die Annahme eines Schöpfergottes, möchten diese aber wissenschaftlich untermauern – etwa mit DNA-Analysen, die als Beleg für das direkte Eingreifen dieses Schöpfergottes angeführt werden.

Der schwedische Philosoph Sven Ove Hansson definiert den Begriff Pseudowissenschaft, indem er ein Spektrum beschreibt, das von „wissenschaftlich“ über „unwissenschaftlich“ zu „pseudowissenschaftlich“ und „nicht-wissenschaftlich“ reicht. Unwissenschaftlichkeit bedeutet dabei den Widerspruch zu anerkannten Fakten, Nicht-Wissenschaftlichkeit den Verzicht auf jeden rational-empirischen Anspruch. Von Pseudowissenschaft kann nach diesem Verständnis nur gesprochen werden, wenn eine Lehre präsentiert wird, die im Konflikt zur rationalen Wissenschaft steht, wobei einzelne Elemente der Lehre wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse sind oder zumindest als solche präsentiert werden. Bei Lehren, die vollständig ohne rational-wissenschaftliche Erkenntnisse auskommen, handelt es sich dagegen um Nicht-Wissenschaft (Religion, Esoterik, etc.). In dem Teil des Spektrums, in dem ein Widerspruch zu anerkannten Theorien besteht, können sehr unterschiedliche Sachverhalte enthalten sein: Fälschungen, handwerklich unzulängliche Wissenschaft oder unorthodoxe und sogar innovative Lehrmeinungen, die sich jedoch in der etablierten Wissenschaft nicht durchsetzen können.

Wenn Pseudowissenschaften also wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse in ihrer Begriffsbildung berücksichtigen, so bleibt - um sie von Wissenschaft abzugrenzen - charakteristisch, dass sie diese Erkenntnisse selektiv und nicht korrekturbasiert verwenden. Zudem schotten sie sich systematisch gegen Widerlegung und Kritik ab, zielen also nicht auf Erkenntnisgewinn, sondern auf Überzeugung ihrer Anhänger. Pseudowissenschaften fehlt genau jene Offenheit für Kritik und Aufforderung zur Widerlegung, mit welcher der kritische Rationalismus Letztbegründungen, Dogmatisierung und Unfehlbarkeitsanspruch ablehnt. Pseudowissenschaften behaupten für sich, im Besitz unumstößlicher Wahrheiten zu sein. Damit sind sie in ihrer Natur nicht dynamisch-evolutionär, sondern statisch. Sie basieren im Kern auf einer Überzeugung, die unverrückbar feststeht und damit für einen iterativen Erkenntnisprozess nicht anschlussfähig ist. Pseudowissenschaften proklamieren daher häufig eine geschlossene Alternative, die die bisherigen Ergebnisse nicht schrittweise erweitern, sondern revolutionieren soll. Systemimmanenter Zweifel existiert in Pseudowissenschaften typischerweise nicht, da das Ergebnis bereits vor der Untersuchung feststeht. Skepsis gilt dann als Häresie und Abweichlertum, nicht als notwendiges Element einer inhärenten Qualitätssicherung. Kritik wird von Pseudowissenschaftlern in diesem Sinne als Versuch kategorischer Unterdrückung der „Wahrheit“ verstanden und gerade nicht als Korrektiv in einem schrittweisen Erkenntnisprozess.

Bedeutung von Gründerfiguren

Eine Gemeinsamkeit vieler Pseudowissenschaften ist das hohe Maß an Wertschätzung für die Gründerfigur und deren jeweiliger Lehre. Diese Hochschätzung zollen zwar auch Vertreter der seriösen Wissenschaft ihren Pionieren. Dies hindert Wissenschaftler allerdings nicht daran, Erkenntnisse der Begründer einer Wissenschaftsdisziplin ad acta zu legen oder in geeigneter Form zu erweitern, sobald sie sich als überholt herausstellen. Eine neue Theorie zu entwickeln, die besser ist, als die eines bekannten Wissenschaftlers, wird in der Wissenschaftsgemeinde mit Anerkennung bedacht. So wurde etwa von Anfang an intensiv nach Widerlegungen der Einsteinschen Theorien geforscht. Die theologischen Spekulationen von Isaac Newton sind kein Gegenstand der heutigen Physik.

Im Gegensatz dazu stellen die Lehren von Samuel Hahnemann für die meisten Vertreter der Homöopathie auch heute noch eine verbindliche, nahezu unantastbare Grundlage dar. Bei Rudolf Steiner trägt etwa der Verweis auf den notwendigen Besitz von „Erkenntnissen höherer Welten“ dazu bei, dass seine Aussagen und Erklärungsansätze nicht intersubjektiv überprüft werden können.

Kritik an dem Begriff Pseudowissenschaft

Gegen den Begriff Pseudowissenschaft und dessen Begriffsbildung wurden aus kontextuell-philosophischer und wissenschaftstheoretischer Sicht Einwände erhoben.

Der Wissenschaftstheoretiker Larry Laudan kritisiert den Begriff wegen seiner fehlenden Fundierung: „There is no demarcation line between science and non-science, or between science and pseudoscience, which would win assent from a majority of philosophers“ („Es gibt keine Unterscheidungslinie zwischen Wissenschaft und Nichtwissenschaft, oder zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft, die die Zustimmung von einer Mehrheit der Philosophen erhalten würde“).[18] Gegen das Kriterium der Falsifizierbarkeit wendete Laudan ein, dieses würde jede absonderliche Behauptung von Astrologen, Kreationisten oder wem auch immer zur Wissenschaft erheben, solange die Behauptung nur angeben würden, welche Beobachtung sie als Widerlegung ihrer Theorie anerkennen würden. Das Kriterium der Falsifizierbarkeit sei also ungeeignet, da es zu nachsichtig sei. Laudan fordert daher, den Begriff Pseudowissenschaft nicht mehr zu verwenden: „If we would stand up and be counted on the side of reason, we ought to drop terms like ‘pseudo-science’ and ‘unscientific’ from our vocabulary; they are just hollow phrases which do only emotive work for us” („Wenn wir uns auf die Seite der Vernunft stellen, so sollten wir Begriffe wie 'pseudowissenschaftlich' oder 'unwissenschaftlich' aus unserem Vokabular streichen; sie sind hohle Phrasen, die nur einen gefühlsbezogenen Beitrag leisten können”).[19] Laudan hält den Begriff also für grundsätzlich fragwürdig, da er überwiegend zum Zweck der Wertung und Ausschließung verwendet werde. Eine Begriffsbildung könne zwar zur Begründung eines solchen Ein- oder Ausschlusses dienen; werde sie allerdings ausschließlich zu diesem Zweck vorgenommen, so sei sie von wissenschaftsfremden Zwecken bestimmt.

Der britische Psychologie-Professor Richard McNally[20] (Harvard, Newcastle), der sich selbst mit der Kritik von randständigen Therapierichtungen befasst, hält den eingebürgerten klassifizierenden Begriff der Pseudowissenschaft für diesen Zweck für unbrauchbar. Ihm zufolge hat der Begriff nur einen geringen analytischen Gehalt. Insbesondere sei das von allen Kritikern von Pseudowissenschaften verwendete Falsifizierbarkeitskriterium zu Abgrenzungszwecken unbrauchbar, da eine große Zahl der als pseudowissenschaftlich geltenden Theorien durchaus falsifizierbar, ja bereits widerlegt sei. Andererseits erfüllten teilweise etablierte wissenschaftliche Theorien das Falsifikationskriterium oder andere Abgrenzungskriterien nicht. McNally lehnt solche Begriffsbildungen daher als irreführend ab und fordert stattdessen dazu auf, angezweifelte Theorien auf logische und empirische Schwächen hin zu untersuchen und gegebenenfalls zu kritisieren.

Auch innerhalb der sog. Skeptiker ist der Begriff „Pseudowissenschaft“ umstritten. Der Soziologe Edgar Wunder, Gründungsmitglied der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.“ (GWUP) und zeitweiliger verantwortlicher Redaktionsleiter der von der GWUP herausgegebenen Zeitschrift „Skeptiker“, wendete sich scharf gegen Tendenzen einer „real existierenden 'Skeptiker'-Bewegung“. In einem Text mit dem Titel „Das Skeptiker-Syndrom“ kritisiert er die abwertende Konnotation des Begriffs „Pseudowissenschaft“: „Die im Diskurs gewählten Begriffe sind für jene 'Skeptiker' ebenfalls typisch: es handelt sich um von vornherein wertende bis diffamierende Begriffe (z.B. 'Aberglaube', 'Humbug', 'Pseudowissenschaft', 'Scharlatane', 'Sekten', 'PSI-Exponenten' - als Bezeichnung für Parapsychologen - u.a.m.), nicht um weitgehend deskriptiv-analytische Begriffe [...].“[21]

Quellen

  1. Fr. Kluge (2002): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. -- 24. Aufl.: LXXXIX + 1023 S.; Berlin u. New York (de Gruyter).
  2. C.F. Werner (1972): Wortelemente lateinisch-griechischer Fachausdrücke in den biologischen Wissenschaften. -- Suhrkamp Taschenbuch, Bd. 64, 1. Aufl.: 475 S.; Frankfurt am Main (Suhrkamp).
  3. "Incidentally, the philosopher Karl Popper coined the term, ‘pseudo-science’. The examples he gave were (Western) astrology and homeopathy, the medical system developed in Germany." V. V. S. Sarma: Natural calamities and pseudoscientific menace. Current Science 90:2 (25. Januar 2006); "The notion of pseudoscience, as coined by philosopher Karl Popper is discussed in the context of its application to library science and its implications for selection." Graham Howard: Pseudo Science and Selection. Collection Management 29:2 (24. Mai 2005); "The very prestige that science enjoys, however, has also given rise to a variety of scientific pretenders-disciplines such as phrenology or eugenics that merely claim to be scientific. The renowned philosopher of science Karl Popper gave a great deal of consideration to this problem and coined the term "pseudoscience" to help separate the wheat from the chaff." Sheldon Rampton und John Stauber: Deciding What You'll Swallow. Trust Us We're Experts (New York: Jeremy P. Tarcher/Putnam, 2001), S. 55, ISBN 158542059X; "'Pseudoscience'... It's the catchword of the times in the scientific community. Originally coined by Sir Karl Popper in the 1950's, the term 'pseudoscience' has become a political weapon being hurled around the scientific and pseudoscientific communities to disclaim research that disagrees with a group's political or personal convictions", Roberta C. Barbalace: Pseudoscience: A Threat to Our Environment EnvironmentalChemistry.com (2004).
  4. Popper: Science, Pseudo-Science, and Falsifiability (Vortrag aus dem Jahre 1953), in: Conjectures and Refutations, (1962), 1978, S. 33
  5. Troels, Eggers, Hansen (Hg.), Die beiden Grundprobleme der Erkenntnistheorie. Aufgrund von Manuskripten aus den Jahren 1930-1933, Tübingen 1979, S. XXVII
  6. Herbert Keuth, S. 3
  7. Vgl. Hans Jürgen Wendel, in: Klassiker Auslegen: Karl Popper, Logik der Forschung, hrsg. von Herbert Keuth, 2. Aufl. 2004 , S. 2f.
  8. Vgl. Imre Lakatos, Science and Pseudoscience, 1973 (Vorlesungs-Transkription, die später in verschiedenen Publikationen ediert wurde, etwa durch John Worrall and Gregory Currie (Ed.), The Methodology of Scientific Research Programs: Philosophical Papers Volume 1, Cambridge University Press, 1978 (sh. auch London School of Economics). Lakatos lehnt das Falsifikationskriterium als Unterscheidung von Wissenschaft und Pseudowissenschaft ab, allerdings eher aus praktischen, denn aus theoretischen Gründen. („Is, then, Popper's falsifiability criterion the solution to the problem of demarcating science from pseudoscience? No. For Popper's criterion ignores the remarkable tenacity of scientific theories. Scientists have thick skins. They do not abandon a theory [merely] because facts contradict it.“)
  9. Wolfgang Balzer: Die Wissenschaft und ihre Methoden. Grundbegriffe der Wissenschaftstheorie (Alber, 1997), ISBN 3495478531
  10. sh. das Beispiel bei Richard J. McNally, »Is the pseudoscience concept useful for clinical psychology?« The Scientific Review of Mental Health Practice / Fall ~ Winter 2003 Volume 2 Number 2
  11. S. etwa das ETH Zürich Paper Kann man unter „wissenschaftlich“ wirklich fast alles verstehen? Wo beginnt die Pseudowissenschaft?
  12. Gardner, Fads and Fallacies. In the Name of Science, 1957
  13. Thagard, Why Astrology is a Pseudoscience, in: M. Curd; J.A. Cover (ed.): Philosophy of Science. The Central Issues, 1998, S. 27-37
  14. Kuhn, Logic of Discovery or Psychology of Research? S.8 (1970)
  15. Lakatos Falsifikation und die Methodologie wissenschaftlicher Forschungsprogramme, in: I. Lakatos & A. Musgrave (Hrsg.), Kritik und Erkenntnisfortschritt, 1974
  16. Feyerabend: Against Method: Outline of an Anarchistic Theory of Knowledge (1975)
  17. William F. Williams (Hrsg): Encyclopedia of Pseudoscience (Facts on File, 2000), ISBN 081603351X; Stephen Hawking, Hawking on the Big Bang and Black Holes (1993) World Scientific, ISBN 9810210787. "Cosmology was thought of as pseudoscience where wild speculation was unconstrained by any possible observations", Albert Einstein: "It is possible that there exist emanations that are still unknown to us. Do you remember how electrical currents and 'unseen waves' were laughed at?", [1]
  18. Larry Laundan, Beyond Positivism and Relativism, (Boulder: Westview Press, 1996), p. 210.
  19. Larry Laudan, Beyond positivism and relativism: Theory, method, and evidence. Boulder, CO: Westview Press, 1996, S. 218–219, S. 222
  20. Richard J. McNally: Is the pseudoscience concept useful for clinical psychology?. The Scientific Review of Mental Health Practice 2:2 (Fall/Winter 2003)
  21. Edgar Wunder, Das Skeptiker-Syndrom, 2005, veröffentlicht auf der Webseite Skeptizismus.de (abgerufen am 1.10.2006)

Literatur

Deutsch

  • Philippe Patry: Wissenschaft und Pseudowissenschaft - Ein Beitrag zur Abgrenzungsproblematik, Dissertation, 2004.
  • Gerald L. Eberlein: Schulwissenschaft, Parawissenschaft, Pseudowissenschaft. Wissenschaftliche Verlagsges., 1997 ISBN 3804711685
  • Sven Ove Hansson, Marcus Hammerschmitt (Übers.): Ist die Anthroposophie eine Wissenschaft? Conceptus XXV:64 (1991), S. 37-49.
  • Robert Park: Fauler Zauber. Betrug und Irrtum in den Wissenschaften. Wie wir reingelegt werden und uns schützen können. Europa Verlag 2002. ISBN 3203810050
  • Gero von Randow: Mein paranormales Fahrrad und andere Anlässe zur Skepsis, entdeckt im 'Skeptical Inquirer' , rororo 1998 ISBN 3499195356
  • Carl Sagan: Der Drache in meiner Garage oder Die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven. Droemer Knaur 2000. ISBN 3426269120
  • Edgar Wunder Parawissenschaften – was ist das? in 'In Skeptiker 4/1997', p 125-130

Englisch

  • Mario Bunge Demarcating Science from Pseudoscience Fundamenta Scientiae, 1982, Vo. 3, No. 3/4, S. 369-88
  • Georges Charpak, Debunked!, Johns Hopkins University Press 2004, ISBN 0801878675
  • Richard Dawkins: A Devil’s Chaplain
  • Athony A. Derksen, The Seven Sins Of Pseudo-Science, in: Journal for General Philosophy of Science Vol. 24, 1993, No. 1, S. 17-42.
  • Athony A. Derksen, The Seven Strategies of the Sophisticated Pseudo-Scientist: a look into Freud's rhetorical tool box, in: Journal for General Philosophy of Science Vol 32, 2001, No. 2, S. 329-350
  • Martin Gardner: Fads and Fallacies – In the Name of Science. Dover, New York 1957 (erstmals 1952)
  • Martin Gardner: Science – Good, Bad and Bogus. Oxford University Press, Oxford 1983
  • Sven Ove Hansson, Defining Pseudoscience, in: Philosophia naturalis 33, 1996, Heft 1, S. 169-176.
  • Terence Hines: Pseudoscience and the Paranormal. Amherst 2003
  • Philip Kitcher, Abusing Science, Cambridge, MA: MIT Press, 1982
  • Imre Lakatos, Science and Pseudoscience (Transcript from LSE), in: Godfrey Vesey (ed.), Philosophy in the Open, Open University Press, 1974 and in: John Worrall and Gregory Currie (Ed.), Introduction to Lakatos's The Methodology of Scientific Research Programmes: Philosophical Papers Volume 1, Cambridge University Press, 1978.
  • Laudan, Larry, The Pseudo-Science of Science?, In: J.R. Brown (ed.). Scientific rationality: The sociological turn. Dordrecht: Reidel, 1984, Pp. 41-73.
  • Larry Laudan: The Demise of the Demarcation Problem. In: Michael Ruse (ed.): But is it Science? The philosophical question in the creation/evolution controversy. Prometheus Books 1988.
  • Scott O. Lilienfeld et al. (Eds.): Science and Pseudoscience in Clinical Psychology. New York / London 2003
  • Richard J. McNally: Is the pseudoscience concept useful for clinical psychology?. The Scientific Review of Mental Health Practice 2:2 (Fall/Winter 2003)
  • Keith Parsons: Science, Confirmation, and the Theistic Hypothesis (1986)
  • John Allen Paulos: Innumeracy – Mathematical Illiteracy and its Consequences. New York 2001
  • Karl Popper, Science, Pseudo-Science, and Falsifiability, Exzerpt aus ders., Conjectures and Refutations, 1978, S. 33-39 (zuerst veröffentlich 1962 in leicht veränderter Form)
  • Daniel Rothbart, Demarcating Genuine Science from Pseudoscience, in: Patrick Grim (ed.), Philosophy of Science and the Occult, 2nd Edition 1990, S. 94f.
  • Michael Shermer: Why People Believe Weird Things – Pseudoscience, Superstition, and Other Confusions of Our Time. New York 2002
  • Carol Tavris: Psychobabble and Biobunk – Using Psychology to Think Critically About Issues in the News. 2nd Edition. Upper Saddle River 2001

Weblinks


Skeptiker-Organisationen

Skeptiker-kritische Organisationen


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