Mina Ahadi

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Mina Ahadi (* 1956 in Abhar, Iran) ist eine iranische politische Aktivistin, die seit 1996 in Deutschland lebt. Sie ist Gründungsmitglied und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime.

Ahadi, die der nationalen Minderheit der Aserbaidschaner im Iran angehört, studierte an der Universität Täbriz Medizin und war an der linken Opposition gegen den Schah Reza Pahlavi beteiligt. Nach Gründung der Islamischen Republik Iran durch Chomeini, organisierte Ahadi Protestaktionen und Demonstrationen, wurde daraufhin vom Studium ausgeschlossen und begann in einer Fabrik zu arbeiten. Ende 1980 durchsuchte der Geheimdienst ihre Wohnung und verhaftete ihren Mann sowie fünf Gäste, die kurz darauf hingerichtet wurden. Die wegen ihrer politischen Aktivitäten gesuchte und später zum Tod verurteilte Ahadi verbrachte mehrere Monate im Untergrund in Teheran und floh schließlich 1981 in die Kurdenregion im Westen des Landes. 1990 ging sie ins Exil nach Wien und 1996 schließlich nach Köln.

Ahadi kämpft für die Rechte von Frauen und gegen die Todesstrafe, besonders die Steinigung. 2001 gründete sie das Internationale Komitee gegen Steinigung. Sie ist Vorsitzende des 2004 gegründeten International Committee Against Executions (I.C.A.E.)[1]. und des 2007 gegründeten deutschen Zentralrats der Ex-Muslime[2]. Daneben ist sie Mitglied des Politbüros und ZKs der Arbeiterkommunistischen Partei Irans[3].

Weblinks

Quellen