Michael Schmidt-Salomon

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Michael Schmidt-Salomon (* 1967 in Trier) ist ein deutscher Autor philosophischer und belletristischer Aufsätze und Bücher, Musiker und Public Relations-Manager.

Schmidt-Salomon studierte Erziehungswissenschaften an der Universität Trier, erwarb dort 1992 sein Diplom in Pädagogik und promovierte 1997 zum Dr. phil. mit dem Thema Erkenntnis aus Engagement. Grundlegungen zu einer Theorie der Neomoderne. Von 1992 bis 2001 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter an der Universität Trier tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Wissenschaftstheorie, Anthropologie, Ästhetik, Gesellschaftstheorie, Zukunftsforschung, Religions- und Ideologiekritik sowie praktische Ethik. Ab 2002 arbeitete er als Dozent u.a am Institut D'Etudes Educatives et Sociales (IEES) in Luxemburg.

Schmidt-Salomon ist seit 1999 verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift MIZ, Materialien und Informationen zur Zeit, politisches Magazin für Konfessionslose und AtheistInnen. Das Magazin erscheint vierteljährlich im Aschaffenburger Alibri-Verlag, der auch die Schriften Schmidt-Salomons veröffentlicht. Von 2004 bis 2006 war der Autor geschäftsführendes Vorstandsmitglied, seit 2006 ist er Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung.

In kirchenkritischen Kreisen wurde Schmidt-Salomon bekannt durch seine öffentlichkeitswirksamen Aktionen: 1994 wurde die Aufführung seines Musicals Das Maria-Syndrom, das als Hommage an den amerikanischen Komponisten Frank Zappa gedacht war, unter Bezugnahme auf den sogenannten "Gotteslästerungsparagraphen" 166 StGB verboten. Im Jahr 2005 war Michael Schmidt-Salomon einer der Organisatoren und Sprecher der Gegenveranstaltung zum katholischen Weltjugendtag in Köln, Religionsfreie Zone: Heidenspaß statt Höllenqual!.

Die Tätigkeiten Schmidt-Salomons wurden mehrfach ausgezeichnet; 1998 erhielt er den Ethik-Preis des Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatts, 2001 erhielt er gemeinsam mit Elke Held den Multimediapreis des Landes Rheinland-Pfalz für das Projekt Porta-L einer damals von beiden betriebenen PR- und Marketing-Agentur, 2004 den mit 2000 Euro dotierten Ernst-Topitsch-Preis der Kellmann-Stiftung Humanismus und Aufklärung für seine "besonderen Leistungen auf dem Gebiet der Religions- und Ideologiekritik".

Außerdem gehört er der Brights-Bewegung an.

Publikationen (Auswahl)

  • Stollbergs Inferno. Alibri-Verlag, Aschaffenburg, 2002 ISBN 3-93271-049-5
  • Erkenntnis aus Engagement. Alibri-Verlag, Aschaffenburg,1999 (ein interdisziplinärer Diskussionsbeitrag über die Gestaltung der Zukunft) ISBN 3-93271-060-6
  • Mythos Marx? Grundrisse des Lebens und Werks des Philosophen, Ökonomen und Politikers Karl Marx (incl. einer kritischen Betrachtung der Marx-Kritik von Konrad Löw). In: Aufklärung und Kritik. Sonderheft 10/2005
  • Von der Negation zur Position: Über die Notwendigkeit säkularer sozialer Dienstleistungen. In: humanismus aktuell 3/1998
  • Manifest des evolutionären Humanismus. Alibri-Verlag, Aschaffenburg 2005, ISBN 3-86569-011-4
  • Hermann Gieselbusch und Michael Schmidt-Salomon (Hrsg.): Aufklärung ist Ärgernis ... Karlheinz Deschner - Leben, Werk, Wirkung. Alibri - Verlag, Aschaffenburg, 2006 (Sammelband mit Beiträgen von Hans Albert, Karlheinz Deschner, Horst Herrmann, Joachim Kahl, Ludger Lütkehaus, Hermann Josef Schmidt u.a.) ISBN 3-86569-003-3
  • Wo bitte, geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel. Alibri-Verlag, Aschaffenburg 2007, ISBN 3-86569-030-0

Literatur

  • Die Welt verändern. Der Komponist, Musiker und Schriftsteller Michael Schmidt-Salomon. In: Krautgarten. Forum für junge Literatur Nr.20/1992.
  • Atheisten: Konfessionslose wollen Zentralrat gründen. In: Focus, das moderne Nachrichtenmagazin, Nr 33 v. 13. August 2005. Ab S.68

Weblinks


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