Idealismus

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Der Begriff Idealismus (abgeleitet von, gr. ιδέα, Idee, Urbild, Aussehen, Beschaffenheit) bezeichnet:

  • in der Philosophie eine Anschauung, deren Vertreter Ideen (Geist, Vernunft oder Bewusstsein) als das eigentlich Wirkliche betrachten und die Materie nur als deren Erscheinungsform versteht (und hiervon abgeleitet);
  • in der Geschichte der neueren Philosophie eine der wichtigsten Ideenkonstellationen, die ihren Ausgangspunkt in der Philosophie Immanuel Kants fand. Als zentral gelten die philosophischen Systementwürfe von Fichte, Hegel und Schelling;
  • ein (mit Selbstaufopferung verbundenes, altruistisches) Streben nach Verwirklichung von Idealen; eine durch Ideale (oder Utopien) bestimmte Weltanschauung bzw. Lebenseinstellung – im Gegensatz zu Egoismus bzw. Pragmatismus;
  • in der Kunst eine religiös-überirdische Erhöhung der Wirklichkeit („Statuierung einer Sphäre jenseits der Widersprüche“) – z. B. Darstellung der Leiden Christi als Erhöhung der Wirklichkeit;
  • in der Literatur die Epochen der Klassik und Romantik, teilweise Humanismus.



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