Erzbischof

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Erzbischof (von griech. αρχή, arché für Führung und επίσκοπος, epískopos für Aufseher) heißt ein Bischof mit besonderen Aufgaben oder von hervorgehobener Stellung.

Geschichte

Erzbischof hieß ursprünglich der in der Hauptstadt einer römischen Provinz (Metropole) residierende Bischof. Er berief und leitete die Synode der Provinz. Daraus entwickelte sich eine Oberaufsicht über die Bischöfe der Provinz. Im Laufe der Zeit wurden auch besonders angesehene Bischöfe zum Erzbischof ernannt. Zur Bestätigung ihrer Würde empfingen sie das so genannte Pallium. Diese vom Papst geweihte, mit sechs schwarzen Kreuzen versehene Binde aus weißer Schafwolle zeichnet Erzbischöfe noch heute aus. Bei bestimmten Weihehandlungen ist ihr Gebrauch (sichtbar über die Schultern gelegt) vorgesehen.

Heutiger Titel

In der römisch-katholischen Kirche tragen den Titel eines Erzbischofs

der so genannte Metropolit, der residierende Bischof des Metropolitansitzes, d. h. das "Haupt einer Kirchenprovinz" (z. B. die Erzbischöfe von Bamberg, Freiburg, Köln, München und Paderborn)

der residierende Bischof einer Erzdiözese, die nicht Metropolitansitz ist (z. B. Vaduz/Liechtenstein).

ein Bischof, der den Titel persönlich verliehen bekommen hat, z. B. ein hoher Beamter des Vatikans oder ein Nuntius.