Dialektik

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Dialektik (griechisch διαλεκτική (τέχνη), dialektiké (téchne), eigentlich: „Kunst der Unterredung“; gleichbedeutend zu lateinisch (ars) dialectica: „(Kunst der) Gesprächsführung“) ist ein Begriff der Philosophie. Er ist der Logik und der Rhetorik verwandt.

Der Begriff ist seit dem Altertum in verschiedenen Bedeutungen verwendet worden. Die Dialektik hat ihren Ursprung im Dialog als Rede und Gegenrede, der sich solange fortsetzt, bis sich eine Argumentation durchgesetzt hat bzw. sich kein Widerspruch mehr erhebt. Bereits bei Platon steht die dialektische Methode des Sokrates zur Hinführung auf die Wahrheit der Dialektik der Sophisten gegenüber, die sie als Methode zur Durchsetzung beliebiger Meinungen betrachten.

Die Diskussion der Gegenwart ist von der Hegelschen Interpretation des Begriffes (vereinfacht: Prinzip These-Antithese-Synthese) und deren Modifizierung durch Karl Marx und der Kritik an diesen Positionen geprägt. Nach dem Selbstverständnis der Dialektiker erfasse die dialektische Theorie durch die dialektische Methode eine angenommene „Dialektik der Wirklichkeit“, welche dem systematischen und deduktiven Denken verborgen bleiben müsse, was bedeutet, dass analytisches Denken Dialektik nicht verstehen könne. Die analytische Philosophie hat dies mit dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit und des Mystizismus beantwortet.[1]

Geschichte

Antike

In der antiken Philosophie wird mit dem Begriff "Dialektik" eine Methode oder Disziplin bzeichnet um Wissen zu erwerben oder zu überprüfen. Zunächst und zumeist wird dabei von einer Frage-Antwort-Situation ausgegangen. Argumente sind Fragen in einer Gesprächsituation oder werden als in einer Gesprächsituation befindlich aufgefasst. Der Argumentationsfortschritt ergibt sich allein dadurch, dass die vom Fragenden ausgesagten Prämissen vom Antwortenden bejaht oder verneint werden (oder als bejaht oder verneint gedacht werden).[2] Nach Aristoteles soll der Erfinder der Dialektik Zenon von Elea gewesen sein.

Platon

Zum ersten Mal findet sich der Terminus "Dialektik" bei Platon. Platons Dialektikbegriff ist vieldeutig: In den frühen Dialogen ist Dialektik eine argumentative Form der Gesprächsführung: Sokrates stellt unter der Verwendung des Elenchos eine ungeprüfte Meinung eines Proponenten auf den Kopf bzw. widerlegt sie. Oft enden diese Gespräche in einer Aporie, d.h. nach dem dialektischen Gespräch ist nur bewiesen, dass die alte These zu verwerfen ist, aber eine neue ist dadurch (noch) nicht gefunden.

In späteren Dialogen (insbesondere dem Phaidon, der Politeia, dem Phaidros und dem Sophistes) ist Dialektik Platons Fundamentalwissenschaft. Sie stellt die Methoden bereit, mit der in der Philosophie sachgerecht unterschieden werden soll und Wissen über die Ideen - insbesondere über die Idee des Guten - erlangt werden soll: das Hypothesis-Verfahren und das Dihairesis-Verfahren.

Aristoteles

Von Aristoteles liegt die erste schriftlich ausgearbeite Dialektik vor, die sich in seiner Topik findet. Dialektik ist eine methodische Argumentationsanleitung, die er folgendermaßen beschreibt:

ein Verfahren, aufgrund dessen wir in der Lage sein werden, über jedes vorgelegte Problem aus anerkannten Meinungen (endoxa) zu deduzieren und, wenn wir selbst ein Argument vertreten, nichts Widersprüchliches zu sagen.[3]

Dialektische Argumentationen sind Deduktionen. Sie unterscheiden sich formal dabei nicht von wissenschaftlichen, sondern nur durch die Art ihrer Prämissen: wissenschaftliche Prämissen sind besondere, nämlich „wahre und erste Sätze“, dialektische hingegen anerkannte Meinungen, d.h. Sätze, die

entweder von allen oder den meisten oder den bekanntesten oder den Fachleuten und von diesen entweder von allen oder den meisten oder den bekanntesten und anerkanntesten für richtig gehalten weden. [4]

Der Dialektiker operiert in der Argumentation mit verschiedenen argumentativen Werkzeugen und insbesondere mit den Topen. Letztere sind Argumentationsschemata für bestimmte Argumentationsszenarien, die gemäß der Eigenschaften der in den Prämissen verwendeten Prädikaten vom Dialektiker aufgefunden und angewandt werden.

Nützlich ist Dialektik nach Aristoteles als geistige Gymnastik, bei Begegnungen mit der Menge und auch - durch das Durchspielen entgegensetzter Positionen - bei der Erörterung philosophischer Probleme.[5]

Hellenistische Philosophie

Die megarische Schule wurde als „dialektisch“ bezeichnet, da sie sich dadurch besonders auszeichnete logische Probleme sowie Trugschlüsse zu behandeln. Teilweise wurde das dortige Vorgehen auch „eristisch“ genannt.

Die skeptisch geprägte Akademie des Arkesilaos fasste Dialektik auf als ein Verfahren, jede These, jede Behauptung von Wissen mit einem Argument für die gegenteilige These zu entkräften.

Nach stoischem Sprachgebrauch ist Dialektik (neben der Rhetorik) ein Teil der (im weiteren Sinne als heute verstandenen) stoischen „Logik“. Sie wird (vermutlich durch Chrysipp) definiert als: „Wissenschaft von dem, was wahr, von dem, was falsch, und von dem, was keins von beiden ist.“[6] Die Dialektik ist damit das Instrument des Stoikers zur Unterscheidung wahrer und falscher Vorstellungen und umfasst dabei insbesondere auch die stoische Erkenntnistheorie. Die Gliederung der stoischen Dialektik in ein Gebiet „Über die Stimme“ und „Über das Bezeichnete“ zeigt jedoch, dass auch andere heutige Disziplinen wie Phonetik, Semantik, Sprachphilosophie und Stilistik unter sie fallen.

Mittelalter

Boethius knüpft an die Topik von Aristoteles und Cicero an und entwickelt aus den locus besondere Maximen des Argumentierens. Berengar von Tours, William of Shyreswood und Petrus Hispanus entwickeln weitere Ansätze.

Neuzeit

Die transzendentale Dialektik bei Kant

Kant entwickelte eine transzendentale Dialektik: Sie beginnt mit einer Logik des Scheins. Das sind die erklärbaren - aber nicht auflösbaren - kosmologischen Widersprüche, in die sich die reine Vernunft verwickelt, wenn sie nach dem Übersinnlichen fragt: Was war vor dem Anfang der Welt? usw. Diese natürliche Dialektik wird kritisch einer transzendentalen Vernunftkritik unterzogen, mit der die "endlosen Streitigkeiten der Metaphysik" beendet werden sollen.

Zwischen Kant und Hegel

Das Verständnis der Dialektik bei Kant bezeichneten einige spätere Philosophen als abgeschlossen, z. B. Schopenhauer. Andere hingegen gingen davon aus, dass Kants Auffassung der Dialektik noch fehlerhaft gewesen sei und weiterentwickelt werden muss. So entstanden die dialektischen Ansätze von Serol, Fichte und Schelling, bevor es zur besonders wirkungsmächtigen hegelschen Dialektik kam.

Hegel und die Folgen

Die Dialektik ist nach Hegel die Anstrengung des denkenden Subjekts, über sich selbst hinauszugehen[7].

  1. Der Verstand, das endliche Subjekt, setzt eine These[8].
  2. Die dialektische Vernunft entäußert sich, indem eine Antithese sich der ursprünglichen Setzung als Objekt gegenüberstellt und damit verneint. Es entsteht so ein Widerspruch. Die begrifflichen Gegensätze wie Subjekt und Objekt (Subjekt-Objekt-Spaltung), Endlichkeit und Unendlichkeit widersprechen und negieren einander[9].
  3. Die spekulative Vernunft bewirkt das Zusammentreten von Spruch und Widerspruch in der „höheren“ Vereinigung der Widersprüche, die dadurch aufgehoben werden[10]. Dialektik ist an und für sich die Vereinigung der Gegensätze im Prozess.

Bei Hegel wird die Dialektik zu einer Geschichtsphilosophie. Insofern geht er über Kant hinaus. Für Hegel haben sich Vernunft, Wahrheit, Selbstbewusstsein erst in einem geschichtlichen Prozess zu realisieren.

Legt man eine hegelsche Verwendung des Begriffes 'Dialektik' zugrunde ist der antike Philosoph Heraklit ein früher Dialektiker. Der Logos als das Prinzip der Welt, besteht für Heraklit im Streit ("polemos") als "Vater aller Dinge". Die sich ständig wandelnde Welt ist geprägt von einem Kampf der Gegensätze, vom ewigen Widerspruch der Polaritäten. Im Gegensatz zeigt sich eine "tieferliegende, verborgene Einheit, ein Zusammengehören des Verschiedenen".

Materialistische Dialektik

Karl Marx übernimmt die Dialektik Hegels, stellt sie vom Kopf (Hegelscher Idealismus) auf die Füße (Marx'scher Materialismus) und verwendet sie als materialistische Theorie und Methode zur Kritik der politischen Ökonomie. Es beginnt die Arbeit (Marxismus) an einem wissenschaftlichen Sozialismus.

Die gesellschaftliche Wirklichkeit ist nunmehr die Basis für den „Gang der Sache selbst“. Nicht die Entwicklung der Begriffe oder des Geistes sind die Bestimmung der Wirklichkeit, sondern die faktische Befriedigung der ökonomisch benennbaren Bedürfnisse.

Gemäß Marx ist die materialistische Dialektik zugleich logisch und geschichtlich. Der Widerspruch vereint nicht zwei Gegensätze zu einem höheren Dritten wie bei Hegel, sondern löst einen Prozess der historischen Durchsetzung des logisch Besseren und Stärkeren aus und wird so zur Triebkraft der Geschichte, aber nicht mechanistisch. Vielmehr bestimmt der menschliche Wille die menschliche Wirklichkeit, indem durch willentliche Einflussnahme gesellschaftliche Prozesse umkehrbar gemacht werden.

Die materialistische Dialektik bei Marx und Engels wird später grundlegender Bestandteil der kommunistischen Philosophie des historischen und dialektischen Materialismus. Die dialektischen Gesetze existieren hier zunächst unabhängig vom Bewusstsein. Durch revolutionäre Umgestaltung der Produktionsbedingungen und -verhältnisse sowie der dann möglichen Ausnutzung jener Gesetze bestehen diese sodann in Wechselwirkung mit dem Bewusstsein.

Gegenwart

Dialektiker der Frankfurter Schule

Als Hauptwerk der Frankfurter Schule gilt die von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno verfasste Essay-Sammlung Dialektik der Aufklärung.

Adorno entwickelte eine Negative Dialektik. Es geht um eine Kritik am theoretischen Abschluss der Philosophie zu einem System. Philosophiehistorische Grundüberlegungen sind ein gesellschaftskritisches Korrelat.

Nach Horkheimers und Adornos Tod wurden vor allem Jürgen Habermas, Karl-Otto Apel und Oskar Negt für die Frankfurter Schule repräsentativ. In dieser Jüngeren Kritischen Theorie wurde eine Diskursethik ausgearbeitet.

Kritik

Die dialektische Vorgehensweise Hegels ist von Zeitgenossen und in der Nachfolge kritisiert worden. Schopenhauer sprach von der Philosophie Hegels abschätzig als „Hegelei“. Seit Kierkegaard ist eine Protesthaltung gegen das System der Dialektik einschlägig (Existenzphilosophie). Auch der dialektische Materialismus war besonders in der politischen Diskussion des 20. Jahrhunderts heftig umstritten. Es trat insbesondere die Frage auf, wieso sich die ökonomische Gesellschaft zwangsläufig als Klassenkampf darstellt, der sich fortschreitend entwickelt.

Die analytische Philosophie kritisierte zuallererst die dialektische Sprache, die sich aus Sicht der Sprachkritik nach der linguistischen Wende nicht an die Standards der Logik zu halte. Man kann sogar sagen, dass die Feindseligkeit gegen oder Empfänglichkeit für Dialektik eines der Dinge ist, welche im 20. Jahrhundert die Anglo-Amerikanische Philosophie von der sogenannten Kontinentalen Tradition spaltet, eine Kluft, die nur wenige gegenwärtige Philosophen (darunter Richard Rorty) gewagt haben zu überbrücken.

Ein Philosoph, der das Konzept dieser Tradition der Dialektik immer wieder kritisiert hat, ist Karl Popper. 1937 veröffentlichte er den Artikel „What Is Dialectic“, worin er die dialektische Methode für ihre Bereitwilligkeit kritisierte, sich mit Widersprüchen abzufinden. Popper schloss den Aufsatz mit den Worten: „Die ganze Entwicklung der Dialektik sollte als Warnung dienen gegen die dem philosophischen Systembau inhärenten Gefahren. Sie sollte uns daran erinnern, dass die Philosophie nicht zur Grundlage für irgendwelche Arten wissenschaftlicher Systeme gemacht werden darf...“. Später behauptete[11] Popper, dass Hegels Denken zu einem gewissen Grad verantwortlich für die Erleichterung des Aufstiegs des Faschismus in Europa ist, indem es zum Irrationalismus ermutigt und versucht ihn zu rechtfertigen. Im Abschnitt 17 seines Nachtrags von 1961 zur Offenen Gesellschaft, im englischen Original betitelt "Facts, Standards, and Truth: A Further Criticism of Relativism", lehnte Popper es ab, seine Kritik an der Hegelschen Dialektik zu relativieren, er argumentierte, dass sie eine große Rolle beim Untergang der liberalen Bewegung in Deutschland (Weimarer Republik) gespielt hat, indem sie zum Historizismus und anderen totalitären Denkmoden beitrug und dass sie die traditionellen Standards der intellektuellen Verantwortung und Redlichkeit herabgesetzt habe.

Literatur

  1. R. Bubner: Zur Sache der Dialektik. Stuttgart 1980.
  2. R. Bubner: Dialektik als Topik. Frankfurt 1990
  3. J. Halfwassen: Der Aufstieg zum Einen. Untersuchungen zu Platon und Plotin. Stuttgart 1992 (Beiträge zur Altertumskunde, Bd 9).
  4. T. Pinkard: Hegel’s Dialectic. The Explanation of Possibility. Philadelphia 1988
  5. K. Utz: Die Notwendigkeit der Zufalls. Hegels spekulative Dialektik in der "Wissenschaft der Logik". Paderborn 2001
  6. Theodor W. Adorno und Max Horkheimer: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. 275 Seiten. Fischer, Frankfurt am Main 1969, ISBN 3-596-27404-4
  7. Theodor W. Adorno: Drei Studien zu Hegel. Frankfurt am Main 1963
  8. Theodor W. Adorno: Negative Dialektik. Frankfurt am Main 1966
  9. Arthur Schopenhauer: Eristische Dialektik oder Die Kunst, Recht zu behalten. Haffmans Verlag, Januar 2002
  10. Karl R. Popper: Was ist Dialektik?. In: Ernst Topitsch (Hrsg.): Logik der Sozialwissenschaften 5, S. 262–290, (51968)
  11. Karl R. Popper: Gegen die großen Worte. In: Auf der Suche nach einer besseren Welt. S. 99–113., Piper, München 1987
  12. Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. In: Karl Marx, Werke · Artikel · Entwürfe. März 1843 bis August 1844. (Marx-Engels-Gesamtausgabe Bd.I.2). S.3-140, Berlin 1982. ISBN 3-05-003352-5
  13. Dieter Wolf: Zum Verhältnis von dialektischem zu logischem Widerspruch (104 KB). In: Der dialektische Widerspruch im Kapital. Ein Beitrag zur Marxschen Werttheorie. Hamburg 2002, ISBN 3-87975-889-1
  14. Christoph Zimmer: Aufklärung ohne Dialektik. 3., erweiterte Edition 2013.



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  1. Handlexikon zur Wissenschaftstheorie, Dialektik, Die gegenwärtige Diskussion; dtv wissenschaft 1992
  2. Vgl. A. A. Long /D. N. Sedley: Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, übersetzt von Karlheinz Hülser, Stuttgart 2000, 222 ISBN 3-476-01574-2
  3. Aristoteles, Topik I, 1, 100a 18 ff.; zitiert nach: Aristoteles: Topik übersetzt und kommentiert von Tim Wagner und Christof Rapp, Stuttgart 2004.
  4. Aristoteles, Topik I, 1, 100a 22; zitiert nach: Aristoteles: Topik übersetzt und kommentiert von Tim Wagner und Christof Rapp, Stuttgart 2004.
  5. Aristoteles, Topik I, 2, 100b 25 ff.; zitiert nach: Aristoteles: Topik übersetzt und kommentiert von Tim Wagner und Christof Rapp, Stuttgart 2004.
  6. Diogenes Laertios, 7.42; zitiert nach: A. A. Long /D. N. Sedley: Die hellenistischen Philosophen. Texte und Kommentare, übersetzt von Karlheinz Hülser, Stuttgart 2000, 215 ISBN 3-476-01574-2
  7. "Das Logische hat der Form nach drei Seiten: α) die abstrakte oder verständige, β) die dialektische oder negativ-vernünftige, γ) die spekulative oder positiv-vernünftige.", G.W.F. Hegel: Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse, Näherer Begriff und Einteilung der Logik, § 79
  8. "α) Das Denken als Verstand bleibt bei der festen Bestimmtheit und der Unterschiedenheit derselben gegen andere stehen; ein solches beschränktes Abstraktes gilt ihm als für sich bestehend und seiend.", G.W.F. Hegel: ebd., § 80
  9. "β) Das dialektische Moment ist das eigene Sichaufheben solcher endlichen Bestimmungen und ihr Übergehen in ihre entgegengesetzten.", G.W.F. Hegel: ebd., § 81
  10. "γ) Das Spekulative oder Positiv-Vernünftige fasst die Einheit der Bestimmungen in ihrer Entgegensetzung auf, das Affirmative, das in ihrer Auflösung und ihrem Übergehen enthalten ist.", G.W.F. Hegel: ebd., § 82
  11. Kapitel 12 des zweiten Bandes von Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Diese Auffassung wurde auch von einigen Philosophen als unberechtigt gesehen, siehe z.B. Walter A. Kaufmann: The Hegel Myth and Its Method. From Shakespeare to Existentialism: Studies in Poetry, Religion, and Philosophy (Boston: Beacon Press, 1959), S. 88–119