Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands

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Der Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und wurde am 16. Juni 1859 in Gotha gegründet. Der BFGD ist eine Dachorganisation freireligiöser Gemeinden.

Der BFGD ist unter anderem Mitglied im Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW), der Freien Akademie (fa), der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) sowie im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, Gesamtverband (DPWV).

Der BFGD gibt das monatlich erscheinende Organ „Wege ohne Dogma“ heraus.

Geschichte

Anlass für die Entstehung der freireligiösen Gemeinden war 1844 ein offener Brief des schlesischen Kaplans Johannes Ronge an den Bischof von Trier anlässlich der Ausstellung des sogenannten "Heiligen Rockes". In diesem Offenen Brief prangerte Ronge die Reliquienverehrung an und rief zu einer neuen Reformation auf. Nach der Exkommunizierung Ronges bildeten sich überall in Deutschland spontan freie Gemeinden. Er fand großen Anklang in den liberal gesinnten und reformwilligen Kreisen innerhalb der katholischen Kirche. Bald gab es über zweihundert freie Gemeinden in ganz Deutschland, die sich als Abgrenzung zur römisch-katholischen Kirche als „Deutschkatholiken“ bezeichneten. Liberale Protestanten traten schon seit 1841 in den Gruppen der "Protestantischen Freunde" oder "Lichtfreunde" auf. 54 Gemeinden der Deutschkatholiken und Lichtfreunde gründeten 1859 in Gotha den „Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands“. Damit war die erste zentrale Organisation der freien Gemeinden in Deutschland geschaffen.

Mitgliedsgemeinschaften

Die Mitgliedsgemeinschaften des BFGD sind:

Literatur

  • Christian G. Langenbach: "Freireligiöse Gemeinden im Nationalsozialismus" (Magisterarbeit), Hagen, 2004
  • Helmut Steuerwald: "Kritische Geschichte der Religionen und freien Weltanschauungen. Eine Einführung". Angelika Lenz Verlag, Neustadt am Rübenberge, 1999.

Weblink