Benutzer:Alae ex igni/Schreibtisch/The God Delusion

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Der Gotteswahn (Originaltitel The God Delusion) ist ein 2006 erschienes Buch von Richard Dawkins. Es behandelt die Ursprünge und Auswirkungen von Religion und kann als Ergänzung zu Dawkins' TV-Dokumentation The Root of All Evil? angesehen werden. Das Buch ist Douglas Adams gewidmet.

Inhaltsverzeichnis

A deeply religious non-believer

Im ersten Kapitel stellt Dawkins klar, dass sich seine Religionskritik ausschließlich gegen theistische Religion richtet, und dass er dabei keine Rücksicht auf übertriebenen Respekt vor religiösen Gefühlen nehmen wird.

Deserved respect

Dawkins beschreibt die "quasi-mystische Reaktion auf die Natur" vieler Naturwissenschaftler und Rationalisten und bezeichnet sie als einsteinsche Religiösität. Es handle sich dabei eine mit religiösen Begriffen umschriebene Ehrfurcht vor der Natur, die jedoch keinerlei Verbindung zu übernatürlicher Religiösität habe. Als Bespiele für diese Art der Religiösität führt Dawkins neben Albert Einstein u.a. auch Charles Darwin, Carl Sagan und Stephen Hawking auf.

Dawkins fährt mit einer Abgrenzung von Begriffen fort:

  • Theismus ist laut Dawkins' Begriffsdefinition der Glaube an einen Gott, der nicht nur das Universum erschaffen hat, sondern auch die Sünden der Menschen bestraft und ihre guten Taten belohnt.
  • Deismus ist der Glaube an einen Schöpfergott, der nicht mit dem Universum interagiert und keinerlei Interesse an den Taten der Menschen zeigt.
  • Pantheismus ist mit Dawkins' eigenen Worten attraktiver gemachter Atheismus ("sexed-up atheism"). Pantheisten glauben nicht an einen persönlichen Schöpfer, sondern verwenden Gott als "nicht übernatürliches Synonym für die Natur, oder für das Universum, oder für die Gesetzmäßigkeit, der es unterworfen ist".

Dawkins stellt klar, dass einsteinsche Religiösität als Form von Pantheismus zu verstehen ist und dass die meisten religiös klingenden Naturwissenschaftler nicht als Theisten gelten können, ein Thema, das er im dritten Kapitel ausführlicher behandelt. Dawkins bevorzugt es, sich als nichtreligiös zu bezeichnen, obwohl er zugibt, selbst im einsteinschen Sinne religiös zu sein. Er begründet dies mit der häufigen Verwechslung von einsteinscher und übernatürlicher Religiösität, die er im Falle absichtlicher Verwechslung sogar als "intellektuellen Hochverrat" betrachtet.

Undeserved respect

In diesem Abschnitt beschreibt Dawkins die gesetzliche und gesellschaftliche Sonderrolle der Religion, insbesondere die weit verbreitete Auffassung, man müsse religiöse Überzeugungen mit besonderem Respekt behandeln. Dazu zitiert er Douglas Adams:

If somebody thinks taxes should go up or down you are free to have an argument about it. But on the other hand if somebody says 'I mustn't move a light switch on a Saturday', you say, 'I respect that'.

Als Fallbeispiele nennt Dawkins u.a. die Todesdrohungen gegen Salman Rushdie und den Karikaturenstreit. Er stellt klar, dass es ihm nicht darum geht, grundlos religiöse Gefühle zu verletzten, aber er sieht keinen Grund, warum Religion nicht genau so offen debattiert werden kann wie andere Themen:

I am not in favour of offending or hurting anyone just for the sake of it. ... I shall not go out of my way to offend, but nor shall I don kid gloves to handle religion any more gently than I would handle anything else.

The God Hypothesis

Polytheism

Monotheism

Secularism, the Founding Fathers and the religion of America

The poverty of agnosticism

Bevor Dawkins mit seiner Kritik am Agnostizismus beginnt, klärt er folgende Begriffe:

  • TAP (Temporary Agnosticism in Practice) ist ein vorübergehender Agnostizismus, anwendbar auf noch ungeklärte aber klärbare Fragen.
  • PAP (Permanent Agnosticism in Principle) ist ein grundsätzlicher Agnostizismus, der auf unbeantwortete Fragen angewandt werden kann.

Dawkins geht davon aus, dass die Frage nach Gottes Existenz sehr wohl wissenschaftlich überprüfbar ist, und deshalb nur TAP in Betracht gezogen kann. Das Meinungsspektrum zu dieser Frage teilt Dawkins in sieben Stufen ein:

  • Starker Theismus
  • De facto Theismus
  • Zum Theismus neigender Agnostizismus
  • Agnostizismus
  • Zum Atheismus neigender Agnostizismus
  • De facto Atheismus
  • Starker Atheismus

Grundsätzlicher Agnostizismus lässt sich nicht in dieses Schema einordnen, da grundsätzliche Agnostiker nicht einmal die Möglichkeit sehen, eine Wahrscheinlichkeit für Gottes Existenz anzugeben. Dawkins kritisiert diesen Agnostizismus als inkonsequent, da er meist nur auf den Gott der abrahamitischen Religion angewandt wird, nicht aber auf die Götter anderer Religion oder auf andere Fabelwesen.

NOMA

The Great Prayer Experiment

The Neville Chamberlain school of evolutionists

Little green men

Arguments for God's existence

Im dritten Kapitel untersucht Dawkins Argumente, die für Gottes Existenz spechen. Er kommt zu dem Schluss, dass all diese Argumente leicht zu entkräften sind.

Thomas Aquinas' 'proofs'

The ontological argument and other a priori arguments

The argument from beauty

The argument from personal 'experience'

The argument from scripture

In diesem Abschnitt untersucht Dawkins die Zuverlässigkeit der Bibel, insbesondere der Geburtsgeschichte (siehe Jesus). Er kommt zu dem Schluss, dass diese Geschichte erfunden ist um eine alttestamentarische Prophezeihung zu erfüllen. Dawkins zeigt auf, dass die Geburtsgeschichte historischen Tatsachen widerspricht und heidnischen Legenden nachempfunden ist.

The argument from admired religious scientists

Ein häufiges Argument für den Glauben ist die Berufung auf gläubige Wissenschaftler ("If god was good enough for the likes of them, just who do you think you are?"). Dawkins' Haupteinwand lautet, dass Naturwissenschaftler nur bis zum 19. Jahrhundert überwiegend gläubig waren, seither seien die meisten religiösen Wissenschaftler nur im einsteinschen Sinne religiös. Dawkins beklagt, dass diesem Argument oft gefälschte Legenden über Bekehrungen auf dem Totenbett hinzugefügt werden (vor allem bei Charles Darwin).

Heute, so Dawkins, seien Naturwissenschaftler überwiegend ungläubig. Er führt dazu eine Untersuchung von 1998[1] auf, die zeigt, dass nur 7% der Mitglieder der amerikanischen National Academy of Sciences an einen persönlichen Gott glauben.

Pascal's Wager

Gegen Pascals Wette wendet Dawkins ein, dass man nicht plötzlich beschließen kann zu glauben (siehe auch Der elektrische Mönch). Außerdem sei es möglich, dass Gott mehr Wert auf Skepsis (oder andere Eigenschaften) als auf blinden Glauben legt. Daneben könnte auch ein anderer Gott als der des Christentums existieren.

Bayesian arguments

Why there almost certainly is no God

The Ultimate Boeing 747

Natural selection as a consciousness-raiser

Irreducible complexity

The worship of gaps

The anthropic principle: planetary version

The anthropic principle: cosmological version

An interlude at Cambridge

The roots of religion

The Darwinian imperative

Direct advantages of religion

Group selection

Religion as a by-product of something else

Psychologically primed for religion

Tread softly, because you tread on my memes

Cargo cults

The roots of morality: why are we good?

Does our moral sense have a Darwinian origin?

A case study in the roots of morality

If there is no God, why be good?

The 'Good' Book and the changing moral 'Zeitgeist'

The Old Testament

Is the New Testament any better?

Love thy neighbour

The moral 'Zeitgeist'

What about Hitler and Stalin? Weren't they atheists?

What's wrong with religion? Why be so hostile?

Fundamentalism and the subversion of science

The dark side of absolutism

Faith and homosexuality

Faith and the sanctity of human life

The Great Beethoven Fallacy

How 'moderation' in faith fosters fanaticism

Childhood, abuse and the escape from religion

Physical and mental abuse

In defence of children

An educational scandal

Consciousness-raising again

Dawkins kritisiert die Selbstverständlichkeit mit der Kinder nach der Religion ihrer Eltern eingeteilt werden:

At Christmas-time one year my daily newspaper, the Independent, was looking for a seasonal image and found a heart-warmingly ecumenical one at a school nativity play. The Three Wise Men were played by, as the caption glowingly said, Shadbreet (a Sikh), Musharaff (a Muslim) and Adele (a Christian), all aged four.
Charming? Heart-warming? No, it is not, it is neither; it is grotesque. How could any decent person think it right to label four-year-old children with the cosmic and theological opinions of their parents? To see this, imagine an identical photograph, with the caption changed as follows: 'Shadbreet (a Keynesian), Musharaff (a Monetarist) and Adele (a Marxist), all aged four.' Wouldn't this be a candidate for irate letters of protest? It certainly should be. Yet, because of the weirdly privileged status of religion, not a squeak was heard, nor is it ever heard on any similar occasion. Just imagine the outcry if the caption had read, 'Shadbreet (an Atheist), Musharaff (an Agnostic) and Adele (a Secular Humanist), all aged four.' Mightn't the parents actually be investigated to see if they were fit to bring up children?

Als weiteres Beispiel nennt Dawkins die Einteilung nordirischer Schüler in Katholiken und Protestanten, während paradoxerweise die die Konfliktparteien häufig als "Loyalisten" (Protestanten) und "Nationalísten" (Katholiken) bezeichnet werden.

Dawkins schlägt vor, dass man nicht von "christlichen Kindern" sondern stattdessen von "Kindern christlicher Eltern" sprechen sollte. Das würde, so Dawkins, den Kindern deutlich klar machen, dass sie selbst über ihre Religionszugehörigkeit entscheiden dürfen. Zusätzlich schlägt Dawkins einen Unterricht in vergleichender Religionslehre vor.

Religious education as a part of literary culture

A much needed gap?

Binker

Consolation

Inspiration

The mother of all burkas

Siehe auch

Weblinks

Fußnoten