Antike

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Der Begriff Antike (von lateinisch antiquus, deutsch: alt, altertümlich) bezeichnet die Epoche des Altertums im Mittelmeerraum. Sie reicht etwa von 1200 v. Chr. bzw. 800 v. Chr.[1] bis ca. 600 n. Chr. und unterscheidet sich von vorhergehenden und nachfolgenden Epochen durch gemeinsame und durchgängige kulturelle Traditionen.

Im engeren Sinne bezeichnet man mit der Antike die Geschichte des archaischen und klassischen Griechenlands, des Hellenismus und des Römischen Reichs, das den Mittelmeerraum seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. politisch und kulturell vereinte. Antike im weiteren Sinne umfasst auch die Geschichte der altorientalischen nahöstlichen Hochkulturen Ägyptens, Mesopotamiens, Syriens, Persiens und Kleinasiens, die etwa mit dem Beginn der Schriftlichkeit um 3500 v. Chr. einsetzt. Dieser über die Klassische Altertumswissenschaft hinausgehende, universalhistorische] Antike-Begriff, wurde unter anderem von dem Historiker Eduard Meyer im 19. Jahrhundert gefordert und in jüngster Zeit von dem deutschen Althistoriker Josef Wiesehöfer, einem Experten für das antike Persien, wieder aufgegriffen.

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Die Verehrung Homers prägte die gesamte Kultur der klassischen Antike

Zeitliche Abgrenzung

Im Sinne der klassischen Altertumswissenschaft bezeichnet der historische Begriff Antike die Zeit von der allmählichen Herausbildung der griechischen Staatenwelt bis zum Ende des weströmischen Reichs im Jahr 476 bzw. bis zum Tod des oströmischen Kaisers Justinian I. 565. Seit den Arbeiten des belgischen Historikers Henri Pirenne wird auch das Jahr 632, also der Tod Mohammeds und die darauf folgende islamische Expansion als Enddatum der Antike vorgeschlagen.

Der Anfang der antiken Kultur im klassischen Sinne wird im Allgemeinen mit der Entstehungszeit der Homerischen Epen und dem Beginn der griechischen Kolonisation des Mittelmeerraums im 8. Jahrhunderts v. Chr. angesetzt. Die Griechen verbreiteten ihre Kultur in den folgenden Jahrhunderten im gesamten Mittelmeerraum und seit Alexander dem Großen auch im Orient und nach Zentralasien hinein. Die Römer brachten die antike Zivilisation bis nach Mittel- und Nordwesteuropa, wo sie sich seit dem frühen Mittelalter zur christlich-abendländischen Kultur wandelte.

Je nach Forschungsrichtung werden aber auch die minoische und mykenische Kultur von etwa 1900–1100 v. Chr. sowie die so genannten dunklen Jahrhunderte 1200–750 v. Chr. zur Antike gerechnet.

Auch zwischen Antike und Mittelalter lässt sich - wie bei allen Periodisierungen in der Geschichtswissenschaft - keine für alle Regionen, staatlichen und kulturellen Traditionen gültige Trennlinie ziehen. Je nach Betrachtungsweise sind unter anderem folgende Jahre als Epochengrenzen zum Mittelalter vorgeschlagen worden:

  • 325: Konzil von Nicäa
  • 393: Letzte Olympische Spiele der Antike
  • 395: Teilung des römischen Reiches nach dem Tod des Theodosius
  • 476: Untergang des weströmischen Reichs
  • 498: Taufe des Frankenkönigs Chlodwig I.
  • 529: Gründung des ersten abendländischen Benediktinerklosters und Schließung der platonischen Akademie nach dem Tod des „letzten“ antiken Philosophen Boëthius 524
  • 565: Tod Kaiser Justinians I.
  • 568: Ende der Völkerwanderung mit dem Langobardeneinfall in Italien.
  • 632: Beginn der islamischen Expansion

Ursprünge der antiken Kultur

Die Ursprünge der europäischen Antike liegen im Dunkeln. Ihre Vorgeschichte ist etwa in der Zeit von ca. 2000 – ca. 1600 v. Chr., im Mittelhelladikum anzusiedeln. Zu Beginn dieses Zeitabschnitts – teils auch schon im letzten Abschnitt des Frühhelladikums FH III ca. 2200-2000 v. Chr. – wanderten indoeuropäische Stämme in Griechenland ein. Offenbar unter Einfluss der sogenannten minoischen Kultur auf Kreta, der ersten Hochkultur Europas, die ihre Blüte ca. 1900–1450 v. Chr. hatte, entwickelte sich auf dem Festland aus der Kultur des Mittelhelladikums die mykenische Kultur (ca. 1600–1050/00 v. Chr.). Sie hatte Ihren Ausgangspunkt vermutlich in der Argolis und erscheint unvermittelt mit reichen Schachtgräbern (ab ca. 1600 v. Chr.). Unter anderem übernahm die mykenische Kultur von der minoischen die Schrift. Die auf Kreta (unter anderem) verwendete sog. Linearschrift A), die aber bisher nicht vollständig entschlüsselt werden konnte, da die Texte in unbekannter Sprache geschrieben sind, wurde zur sog. Linearschrift B modifiziert. Der Linearschrift B begegnet man auf zahlreichen Tontäfelchen u.a. der Paläste in Pylos, Theben, Mykene auf dem griechischen Festland und in dem dann mykenisch beherrschten Knossos auf Kreta.

Bekannt sind die prächtigen Zentren der mykenischen Kultur. Zu den bedeutenden Fundorten gehören Mykene, Pylos und Tiryns auf der Halbinsel Peloponnes, Orchomenos und Gla in Böotien (letzteres keine Burg) und Milet in Westkleinasien. Die Zentren hatten Oberstädte, Burgen genannt, die im 13. Jh. v. Chr. in vielen Fällen stark befestigt wurden. Reiche Kuppelgräber, feine, teils reich bemalte Keramik, kunstvolle Gold-, Silber und Faiencerarbeiten etc. zeugen vom Reichtum und von der Spezialisierung des Wirtschaftssystems, das zentral gesteuert wurde. Intensive Handelskontakte wurden mit dem Nahen Osten, Assyrien und Ägypten gepflegt. Mykenische Keramik war in weiten Teilen des Mittelmeergebiets beliebt; wahrscheinlich gab es sogar griechische Handelsniederlassungen in Süditalien. Etwa für den Zeitraum 1200–750 v. Chr. setzt man traditionell das Dunkle Zeitalter an, aus dem uns nur wenig überliefert ist.

Zu Beginn dieser Phase wurden viele der Burgen des griechischen Festlands zerstört, womit die Grundlage der Palastkultur unterging. Die mykenische Tradition bestand jedoch noch ca. 150 Jahre weiter, bevor der Übergang in die sog. Protogeometrische Periode (ca. 1050–900 v. Chr.) erfolgte. Der Überlieferung nach setzte ca. 1050 v. Chr. die sehr umstrittene Ionische Wanderung ein, in deren Verlauf die Einwohner des griechischen Festlandes die Inseln der Ägäis und Kleinasiens kolonisierten. Auf dem griechischen Festland bietet sich ein diffuses Bild: Wenige Siedlungen wurden bisher entdeckt und die meisten machen einen – im Vergleich zur mykenischen Zeit – ärmlichen Eindruck. Ganz anders hingegen Lefkandi auf Euböa: dort wurden neben einer Siedlung mit einem großen Gebäude des Fürsten von Lefkandi Gräber gefunden, die sehr reich ausgestattet waren.

Das Dunkle Zeitalter hellt sich in den letzten Jahrzehnten – dank vieler neuer Funde - immer mehr auf. Nach Annahme der Homer-Forschung spiegeln unterschiedliche Passagen der Ilias die Verhältnisse dieser Zeit wider. Sie war offenbar auch für die Entwicklung der griechischen Gesellschaft zur Polis hin wichtig. Ab dem 8. Jh. waren die Kontakte zum Vorderen Orient wieder sehr intensiv, und es entstanden Handelsstationen auf Zypern (Kition) und in Syrien (Al Mina). Vermutlich bereits im späten 9. Jh. v. Chr. hat man von den Phöniziern das Alphabet übernommen.

Griechenland und die hellenische Welt

Anfänge des klassischen Griechenland

Mit dem so genannten archaischen Zeitalter begann im frühen 8. Jahrhundert v. Chr. die eigentliche Antike. Seit dem Jahr 776 v. Chr. ist die Siegerliste der olympischen Spiele überliefert. Von etwa 770 bis 540 v. Chr. breiteten sich die Griechen während der Großen Kolonisation im westlichen Mittelmeer (vor allem Sizilien und Unteritalien), an der nördlichen Ägäis und am Schwarzen Meer aus. In Kleinasien waren Griechen bereits vorher ansässig. In dieser Zeit (etwa zwischen 750 und 650 v. Chr.) wurden auch die Homerischen Epen (Ilias und Odyssee) schriftlich fixiert, die ältesten Literaturdenkmäler des Abendlands; auch Hesiod wirkte um diese Zeit (700 v. Chr.).

Entstehung der Polis

Zugleich bildete sich das System der griechischen Stadtstaaten, der Poleis, heraus, wobei diese in der Mehrzahl nur eine sehr kleine Bevölkerung umfassten. Der werdende Militärstaat Sparta im Süden der Peloponnes unterwarf zwischen 720-600 v. Chr. Messenien und kontrollierte damit den gesamten südwestlichen Teil der Halbinsel. Die Stadt mit ihrer oligarchischen Verfassung kann als das erste Beispiel für die fortan herrschende Polis-Struktur gelten.
Auch in vielen anderen griechischen Stadtstaaten regelten Verfassungen das Zusammenleben der Bürger, aber auch die Tyrannis, wie sie um 650 v. Chr. beispielsweise in Korinth und Megara bestand, war keine Seltenheit. In Athen bildete sich unter wechselnden Voraussetzungen schließlich ein demokratisches System heraus. Nach den Gesetzgebungen Drakons (621 v. Chr.) und Solons (594/593 v. Chr.) gelang es Peisistratos und seinen Söhnen etwa zwischen 561 und 510 v. Chr. zwar noch einmal, eine Tyrannis zu errichten. Bis 501 v. Chr. brachten die Reformen des Kleisthenes von Athen aber den Durchbruch für die Attische Demokratie.

Blütezeit Athens

Mit Athens Unterstützung der kleinasiatischen Griechenstädte im Ionischen Aufstand um 500 v. Chr. begann ein annähernd zweihundertjähriger Konflikt mit dem Perserreich, zunächst in Gestalt der Perserkriege, über die der Historiker Herodot, der „Vater der Geschichtsschreibung“, nicht immer zuverlässig informiert. Als die Perser zu einer Strafexpedition in Griechenland einfielen, wurden sie 490 v. Chr. von den Athenern in der Schlacht bei Marathon besiegt. Zehn Jahre später unterlag der persische Großkönig Xerxes I. der athenischen Flotte unter Themistokles in der Seeschlacht von Salamis und 479 v. Chr. den vereinigten Heeren der griechischen Poleis in der Schlacht von Plataiai. Die Perser waren vorerst zurückgedrängt, die griechischen Stadtstaaten in Kleinasien aus der Abhängigkeit befreit.

Nach der erfolgreichen Verteidigung der Stadt und mit der Gründung des Attischen Seebunds 477 v. Chr. unter der Vorherrschaft Athens setzte eine etwa 50-jährige Blütezeit der Stadt (die Pentekontaetie) ein, die bis zum Ausbruch des Peloponnesischen Krieges 431 v. Chr. (bzw. bis zum Tod des leitenden Staatsmannes Perikles im Jahr 429 v. Chr.) reichte. Die Akropolis mit dem Parthenontempel wurde damals unter der Regie des Phidias zum glanzvoll-repräsentativen Zentrum der Seemacht Athen ausgebaut. Die klassischen Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides kamen - meist im Rahmen festlicher Dichterwettbewerbe - im Theater zur Aufführung. Die „Schule von Hellas“, also ganz Griechenlands beanspruchte Athen mit seinen zu gleichberechtigter politischer Mitwirkung gelangten (männlichen) Vollbürgern nunmehr zu sein. Kaufleute und Gewerbetreibender, Künstler und Gelehrte zog die Metropole an. Auf der Agora wirkte neben den Sophisten der Philosoph Sokrates auf seine Mitbürger ein, dessen Lehren Platon später zu einem Werk von herausragender philosophiegeschichtlicher Bedeutung verarbeitete. Athens teils aggressiv betriebene äußere Machtentfaltung in und mit dem Seebund führte allerdings schon während der Pentekontaetie zu Spannungen, vor allem gegenüber der konkurrierenden griechischen Großmacht Sparta.

Kampf um die Hegemonie

Die zunehmende Rivalität zwischen der Seemacht Athen und der Landmacht Sparta mündete 431 v. Chr. in den fast 30 Jahre währenden Peloponnesischen Krieg, den der Historiker Thukydides eindringlich beschrieben hat. Der sehr wechselhaft verlaufende Konflikt endete, auch aufgrund der Unterstützung Spartas durch das Perserreich, 404 v. Chr. mit der vollständigen Niederlage Athens und mit der Errichtung einer zeitweiligen spartanischen Hegemonie über Griechenland.

In der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. führten die griechischen Städte einen fast permanenten Krieg aller gegen alle - in wechselnden Koalitionen und unter fortwährender Einmischung der Perserkönige, wobei die Sehnsucht nach einem allgemeinen Frieden auch zu propagandistischen Zwecken eingesetzt wurde (Königsfrieden von 386 v. Chr.). Theben löste Sparta 371 v. Chr. nach der Schlacht von Leuktra als Hegemon ab, doch auch Thebens Vorherrschaft war nur von kurzer Dauer; der Peloponnesische Krieg hatte somit, wie sich im Nachhinein zeigte, das Machtgleichgewicht nachhaltig destabilisiert.

Auf Sizilien behauptete sich derweil das mächtige Syrakus gegenüber der Handelsrepublik Karthago, welche mit den griechischen Poleis (Westgriechen) seit dem frühen 5. Jahrhundert v. Chr. im Konflikt lag. Auf Sizilien hielt sich zudem, im Gegensatz zum Mutterland, in vielen Städten die Tyrannis als Regierungsform (Dionysios I. von Syrakus, Agathokles von Syrakus und andere).

Dem andauernden Machtkampf im griechischen Mutterland machte erst die gewaltsame Einigung Griechenlands durch Philipp II. von Makedonien ein Ende. Der von Athenern wie Demosthenes als nicht-griechischer Barbar betrachtete König errang mit seinem glänzend geschulten Heer in der Schlacht von Chaironeia 338 v. Chr. die Hegemonie über Hellas, die im Jahr darauf im Korinthischen Bund bekräftigt wurde.

Die hellenistische Zeit (336 bis 30 v. Chr.)

Nach der Ermordung Philipps 336 v. Chr. führte sein Sohn Alexander der Große ein griechisch-makedonisches Heer nach Asien und eroberte in wenigen Jahren das gesamte Perserreich. Der Alexanderzug bahnte der griechischen Kultur im ganzen damals bekannten Orient den Weg, von Ägypten über Mesopotamien und Persien bis zu den Grenzen Indiens. Nach Alexanders Tod 323 v. Chr. in Babylon teilten seine Nachfolger, die Diadochen, in lange währenden Kriegen das Reich unter sich auf. In allen Teilreichen bildete der Hellenismus in den folgenden Jahrhunderten die prägende Kultur.

Das Zeitalter des Hellenismus kennzeichnet ein nahezu ständiger Kampf der drei Großmächte (Ptolemäer, Seleukidenreich und Antigoniden) um die Vorherrschaft. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts v. Chr. intervenierte Rom in Griechenland. 146 v. Chr. unterstellte das Römische Reich die Mitglieder des unterlegenen Achaiischen Bundes der Provinz Macedonia; Korinth als führende Polis wurde zerstört. Doch blieben viele Poleis wie Athen und Sparta zumindest vorerst formell unabhängig.

Bald darauf folgte der Erwerb Pergamons durch Rom und 64/63 v. Chr. die Beseitigung der Überreste des Seleukidenreiches. Als letzter Nachfolgestaat des Alexanderreichs wurde im Jahre 30 v. Chr. das ptolemäische Ägypten, dessen letzte Herrscherin Kleopatra VII. war, ins Römische Reich eingegliedert. Damit war die hellenistische Staatenwelt als machtpolitischer Faktor ausgelöscht. Die griechische Kultur jedoch lebte mit unverminderter Kraft im Römischen Reich fort und prägte es über seinen Untergang im Westen 476 hinaus bis in die Zeit des Byzantinischen Reiches.

Römisches Reich

Nach den Griechen wurden die Römer zu den zweiten Trägern und Vermittlern der antiken Kultur. Je weiter sie als Eroberer in die Länder der sog. Levante (Länder des östlichen Mittelmeeres) vordrangen, desto stärker ließen sie sich von deren Kultur beeinflussen. Literatur, Philosophie, Kunst, Architektur und Alltagskultur der Griechen wurden von den Römern dann auch im westlichen Mittelmeerraum verbreitet - und weit darüber hinaus bis zum Rhein und zu den britischen Inseln.

Ursprünge Roms

Rom, der Legende nach 753 v. Chr. gegründet, entstand neueren Forschungen zufolge erst gegen Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. aus dem Zusammenschluss mehrerer dörflicher Siedlungen an einer Furt am Unterlauf des Tibers. Politisch und kulturell stand Rom lange unter etruskischem Einfluss. Die Etrusker wiederum unterhielten schon früh Kontakt mit griechischen Kolonisten.

Die Römische Republik (ca. 500 bis 27 v. Chr.)

Um 500 v. Chr. befreiten sich die Römer vom etruskischen Stadtkönigtum und bildeten wohl um 475 v. Chr. eine republikanische Regierungsform aus. In den Zwölftafelgesetzen, die um 450 v. Chr. entstanden, wurden die ersten zivil-, straf- und prozessrechtlichen Normen des römischen Rechts festgehalten. Die Verfassung sah von da an ein Zusammenwirken der drei Institutionen Senat, Magistratur und Volksversammlung vor, die sich in ihrer Macht theoretisch gegenseitig beschränkten. Die offizielle Bezeichnung der Republik lautete S.P.Q.R. für Senatus Populusque Romanus (dt.: Senat und Volk von Rom). Faktisch dominierte jedoch der Senat, der sich aus Angehörigen der adligen Familien, der Patrizier zusammensetzte. Aus ihm gingen auch die Konsuln hervor, die beiden auf ein Jahr gewählten obersten Magistrate der Republik. Das höchste den nichtadligen Plebejern zugängliche Amt war das des Volkstribunen, der ein Vetorecht gegen Senatsbeschlüsse besaß.

Bis zum Jahr 272 v. Chr. unterwarfen die Römer ganz Italien südlich der Poebene. In den Punischen Kriegen gegen die Seemacht Karthago im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. begann der Aufstieg Roms zur antiken Weltmacht, die für Jahrhunderte die gesamte Mittelmeerwelt beherrschte. Nach 200 v. Chr. mischte sich Rom auch in die Politik der hellenistischen Großmächte ein und wurde zur Protektoratsmacht im östlichen Mittelmeerraum. 148 v. Chr. wurde das Makedonien der Antigoniden, 63 v. Chr. das Reich der Seleukiden, und schließlich 30 v. Chr. das Ägypten der Ptolemäer römische Provinz.

Gleichzeitig kam es jedoch im Inneren zu einer ganzen Reihe von Krisen, in denen der Kampf der an den überkommenen sozioökonomischen Strukturen festhaltenden Optimaten gegen die auf Reformen drängenden Popularen sich spiegelte. In der Epoche der Bürgerkriege erreichte die Krise der späten Römischen Republik ihren Höhepunkt und es zeichnete sich ab, dass die Republik als solche sich überlebt hatte: So wurde der Prinzipat möglich, also die Umwandlung der Republik in eine Monarchie mit republikanischer Fassade. Bereits Julius Caesar hatte als Diktator auf Lebenszeit (dictator perpetuus) eine quasi-monarchische Stellung erlangt. Als erster römischer Kaiser gilt jedoch sein Großneffe und Erbe Augustus, dem es gelang, mit dem Prinzipat eine dauerhafte monarchische Staatsordnung an die Stelle der zerrütteten Republik zu setzen.

Der Prinzipat (27 v. Chr. bis 284 n. Chr.)

Das von Augustus errichtete Kaiserreich (Prinzipat) wurde von ihm und seinem Nachfolger Tiberius noch sicher geführt. Unter Caligula, Claudius und Nero traten jedoch erste Zerfallserscheinungen auf. Nach dem Krisenjahr 68/69 (Vierkaiserjahr) traten die Flavier (Vespasian, Titus, Domitian) die Regierung an, die sowohl außen- als auch innenpolitisch insgesamt recht erfolgreich herrschten. Nach der Ermordung Domitians, der 96 einer Verschwörung zum Opfer fiel, folgte allerdings eine weitere Krise des Herrschaftssystems, die jedoch unter den so genannten Adoptivkaisern weitgehend behoben werden konnte.

Das Imperium erlebte seine größte Blüte und Ausdehnung denn auch unter eben diesen Adoptivkaisern in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts (Expansion unter Trajan, Rücknahme und Sicherung der Grenzen unter Hadrian). Bald nach der Mitte des 2. Jahrhunderts n.Chr. wuchs jedoch der Druck auf die Reichsgrenzen immer stärker an. Im Norden und Nordosten bedrängten die Germanen, im Osten die Parther (die sich trotz mancher Niederlage behaupten konnten) und später die Sassaniden das Reich. Mit dem Tod Mark Aurels, dem Philosophenkaiser im Geiste der Stoa, der sich entgegen seinen Neigungen bald nach Übernahme der Herrschaftsfunktionen nahezu ständig zu kriegerischer Verteidigung der Reichsgrenzen genötigt sah, endete im Jahre 180 ein Zeitalter, das viele als ein goldenes begriffen hatten – was aber wohl nur mit Abstrichen gelten kann.

Nach dem schwachen Commodus, der 192 ermordet wurde, stabilisierten die Kaiser aus dem Hause der Severer, wobei besonders Septimius Severus hervorzuheben ist, die Grenzen wenigstens teilweise. Nach der Ermordung des Severus Alexander 235 kam es jedoch unter den so genannten Soldatenkaisern zur Reichskrise des 3. Jahrhunderts, die geprägt war von raschen Regierungswechseln, zentrifugalen Tendenzen im Inneren (Abspaltung des Imperium Galliarum; Verlust mehrerer Provinzen an Palmyra) und dem stetig wachsenden Druck auf die Grenzen. Neben den verschiedenen Germanenstämme (wie die Alamannen und Goten), übte vor allem das Sassanidenreich im Osten einen enormen Druck aus. Nach dem Sturz des letzten Partherkönigs im Jahr 224 (bzw. 226), erneuerten die Sassaniden das Perserreich in Anlehnung an das altpersische Achämenidenreich. Großkönig Schapur I. besiegte mehrmals ein römisches Heer und nahm Kaiser Valerian sogar gefangen – ein einmaliger Vorgang in der römischen Geschichte. Auch die Nachfolger Schapurs sollten sich den Römern als in der Regel gewachsene Gegner erweisen.

Die Spätantike (284 bis 565/632 n. Chr.)

Mit der Einführung der Tetrarchie gelang es Kaiser Diokletian gegen Ende des 3. Jahrhunderts noch einmal, das Reich zu stabilisieren. Diese Zeit der beginnenden Spätantike ist gekennzeichnet von Umbrüchen, die zum Teil eine Abkehr von bis dahin wesentlichen Bestandteilen der antiken Kultur darstellten. Dazu gehört vor allem die von Kaiser Konstantin I. initiierte Anerkennung und Privilegierung des Christentums, das unter Diokletian noch verfolgt worden war. Die Hinwendung zu dem neuen Glauben ging schließlich vielfach mit der Ablehnung des religiösen Pluralismus der Antike einher. Teilweise stießen auch bestimmte Formen der Philosophie auf Ablehnung, auch wenn das Christentum selbst stark von der griechischen Philosophie geprägt war. Die Platonische Akademie, oft als „Hort des Heidentums“ bezeichnet, wurde 529 geschlossen, während die bereits christianisierte Schule von Alexandria noch bis zum Beginn des 7. Jahrhunderts bestehen blieb.

Ein letzter Versuch, die heidnischen Kulte durch die Verbindung mit neuplatonischem Gedankengut wieder zu beleben, scheiterte mit dem Tod Kaiser Julians im Jahr 363; alle nachfolgenden Kaiser waren Christen. Valentinian I. festigte den Westen des Reiches, doch kam es im Zuge der Völkerwanderung 378 zur Schlacht von Adrianopel und zu einer neuen Krisenzeit. Kaiser Theodosius I. wiederum konnte den Osten des Reiches stabilisieren und war zugleich der letzte Kaiser, der über das gesamte Imperium Romanum herrschte. Er erklärte das Christentum schließlich zur Staatsreligion und verbot alle heidnischen Kulte wie die Olympischen Spiele. Allerdings lassen sich noch bis mindestens in das 6. Jahrhundert hinein Heiden auf dem Boden des Imperiums nachweisen.

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Justinian I., Mosaikbild aus San Vitale in Ravenna. Der Kaiser gilt als einer der bedeutendsten Herrscher der Spätantike.

Nach der Teilung des Reiches unter den Söhnen des Kaisers Theodosius 395 erwies sich letztlich nur das von Konstantinopel, dem früheren Byzanz aus regierte Oströmische Reich auf Dauer als lebensfähig. Es bewahrte über Jahrhunderte viele Antike Traditionen; u.a. blieb das Lateinische in dem überwiegend griechischsprachigen Reich noch bis ins 7. Jahrhundert Amtssprache. Das so genannte Weströmische Reich war dem Ansturm der Hunnen und Germanen militärisch auf Dauer nicht gewachsen. Germanische Stämme ergriffen seit dem 5. Jahrhundert direkt Besitz von weströmischen Provinzen. Ihre Anführer traten oft an die Stelle der römischen Autoritäten. Rom selbst wurde 410 von den Westgoten und 455 von den Vandalen geplündert. 476 setzte der Germanenfürst Odoaker, ein Skire, den letzten Westkaiser Romulus Augustulus ab und unterstellte sich der nominellen Oberherrschaft des oströmischen Kaisers.

Die traditionelle Geschichtsschreibung sah in diesem seinerzeit nur wenig beachteten Akt das Ende der Antike. Heute wird auch das 6. Jahrhundert noch zur Antike gezählt, da dem oströmischen Kaiser Justinian I. (527-565) für kurze Zeit noch einmal eine Wiederherstellung des Gesamtreiches gelang. Dass diese letztlich dennoch scheiterte, hatte auch mit dem Druck zu tun, den die Sassaniden auf die Ostgrenze des Reiches ausübten. Im Oströmischen Reich lebten antike Kultur und Geisteswelt noch bis weit ins Mittelalter fort. Die islamische Expansion des 7. Jahrhunderts gilt als Einschnitt, der das Byzantinische Reich der Spätantike von dem des Mittelalters trennt.

Bedeutung und Nachwirken der Antike

Antike Traditionen hatten starke und prägende Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Weltgeschichte, insbesondere auf die Entwicklung der westlichen Welt, die in der Antike ihre Wurzeln hat. Neuzeitliche Aufklärer, Philosophen, Staatstheoretiker, Wissenschaftler, Künstler u.a. knüpften immer wieder an die Ionische Naturphilosophie, die attische Demokratie, das römische Recht, den religiösen Pluralismus, das antike Schönheitsideal und andere Hinterlassenschaften der Antike an.

Antike Traditionen gerieten auch Mittelalter nie völlig in Vergessenheit. In den Klöstern des Abendlandes wurde umfangreiches antikes Schriftgut bewahrt. Auch die Romidee blieb im Heiligen Römischen Reich lebendig. Im 8. Jahrhundert kam es zur ersten, sogenannten "Karolingischen Renaissance". Auch byzantinische und arabische Gelehrte stützten sich auf antikes Wissen und gaben es indirekt an das mittelalterliche Europa weiter.

Als man im Italien des 15. Jahrhunderts die - meist römischen - Überreste der Antike neu zu schätzen lernte und in der Kunst nachahmte, bezeichnete man dies als Renaissance. Die Wiedergeburt der Antike und des antiken Geistes setzte der jahrhundertelangen Dominanz religiösen Denkens in Europa ein Ende und mündete schließlich in das Zeitalter der europäischen Aufklärung und in die Moderne. Fast alle Ideen der neuzeitlichen Aufklärung haben antike Vorläufer. Ohne griechische Wissenschaft und Philosophie, ohne das römisches Recht, ohne Architektur und Kunst der Griechen und Römer ist die westliche Kultur der Neuzeit nicht denkbar.

So trat infolge der Arbeiten von Johann Joachim Winckelmann seit dem 18. Jahrhundert die klassische griechische Kunst zunehmend ins Zentrum des Interesses. Im 19. Jahrhundert sprach man im Zusammenhang mit den Arbeiten von Architekten und Künstlern wie Karl Friedrich Schinkel, Leo von Klenze und Bertel Thorwaldsen von einer Renaissance der griechischen Antike, heute vom Neuhumanismus.

Bis heute erhaltene Zeugnisse der Antike sind - neben überlieferten Texten philosophischer, literarischer oder historischer Natur - zahlreiche Objekte der griechischen und römischen Kunst: von großen Skulpturen bis zur Kleinkunst, Töpferei etc. Wichtige Antikensammlungen befinden sich in Rom, Athen, Neapel, Paris, London, München, Sankt Petersburg, Wien und Berlin. Für die Kenntnis des antiken Alltags sind vor allem archäologische Ausgrabungen wie die in Pompeji, Olympia, Delphi oder Pergamon von Bedeutung.

Die Quellenlage

Der Großteil der antiken Literatur (und damit auch der Geschichtsschreibung) ist nicht erhalten, sodass unser Wissen über die Antike durch die Überlieferungslage beeinflusst wird. Es wurde geschätzt, dass uns kaum 10% der griechischen Literatur überliefert ist (siehe Hermann Strasburger: Umblick im Trümmerfeld der griechischen Geschichtsschreibung, in: Historiographia antiqua, Festschrift für Willy Peremans, Leuven 1977, S. 3–52). In Teilen sieht es besonders trostlos aus (Hellenismus), in anderen Bereichen etwas besser (klassische Zeit Griechenlands sowie Spätantike). Insgesamt ist die Quellenlage jedoch problematisch. Neben den erzählenden Quellen müssen natürlich auch Inschriften und Reden sowie archäologische und numismatische Quellen etc. herangezogen werden. Eine Zusammenfassung mit ausführlichen Angaben bieten die jeweiligen Artikel (Geschichtsschreibung u.ä.) in den entsprechenden Lexika (siehe unten).

Antike Autoren

Im folgenden seien einige der wichtigsten antiken Autoren und ihre erhaltenen Texte genannt.

  • Herodot: Historien.
  • Thukydides: Der Peloponnesische Krieg.
  • Xenophon: Hellenika.
  • Xenophon: Der Zug der Zehntausend.
  • Arrian: Alexanders des Großen Zug durch Asien.
  • Pausanias: Beschreibung Griechenlands.
  • Plutarch: Große Griechen und Römer.
  • Polybios: Historien.
  • Livius: Römische Geschichte.
  • Diodor: Bibliothek.
  • Sallust: Die Verschwörung des Catilina.
  • Sallust: Der Krieg gegen Jugurtha.
  • Julius Caesar: Der Gallische Krieg.
  • Julius Caesar: Der Bürgerkrieg.
  • Tacitus: Annalen.
  • Tacitus: Germania
  • Flavius Josephus: Der jüdische Krieg.
  • Sueton: Leben der Caesaren.
  • Ammianus Marcellinus: Res Gestae.
  • Zosimos: Neue Geschichte.
  • Anonymus: Historia Augusta.
  • Prokopios von Caesarea: Kriege, Bauten und Geheimgeschichte.

Literatur

Quellen

Eine äußerst wichtige Sammlung der erhaltenen Reste ansonsten verlorener griechischer Geschichtsschreiber stellt der Jacoby dar:

  • Felix Jacoby: Die Fragmente der griechischen Historiker (FGrHist). Weidmann, Berlin 1923 ff. (Nachdr. Brill, Leiden 1995ff., ISBN 9004011080; CD-ROM ISBN 90-04-14137-5) Vorläufiges Register.

Sekundärliteratur

Allgemein: Das zentrale bibliographische Nachschlagewerk der Altertumswissenschaft stellt immer noch die L’Année philologique dar (L’Année Philologique. Bibliographie critique et analytique de l’Antiquité greco-latine, hrsg. von J. Marouzeau und J. Ernst, Paris 1923ff.). Ausführliche Angaben sind entweder den Bibliographien der unten genannten Werke (besonders sei dabei auf The Cambridge Ancient History und Oldenbourg Grundriss der Geschichte hingewiesen) zu entnehmen oder den Bibliographien, die in der HU-Linkliste aufgeführt sind (siehe beispielsweise Bibliographie des Hist. Seminars der Uni Essen oder der KU Eichstätt (kommentiert)). Zu den in der Alten Geschichte üblichen Ankürzungen vgl. neben den Lexika auch Aristarchos.

Lexika

  • Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (Pauly-Wissowa, RE). Hrsg. von G. Wissowa u.a., in 2 Reihen, Stuttgart 1894–1980, ISBN 3-476-01193-3.
    (Neudr. ab 1997ff.; trotz des Alters in seiner Gesamtheit nicht überholtes Grundlagenwerk.)
  • Der Kleine Pauly. Lexikon der Antike (KlP). Hrsg. von K. Ziegler, W. Sontheimer, 5 Bde., Druckenmüller (Artemis), Stuttgart, München 1964–1975, ISBN 3-423-05963-X.
    (Nachdruck dtv, München 2002; hervorragendes Lexikon auf Grundlage der RE, jedoch mit verkürzten und neugeschriebenen Artikeln.)
  • Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike (DNP). Hrsg. von H. Cancik, H. Schneider, Metzler, Weimar und Stuttgart 1996-2003, ISBN 3-476-01470-3.
    (26 Bde., schwankende Qualität der Beiträge.)
  • Lexikon der Alten Welt (LAW). Hrsg. von C. Andresen u.a., Albatros, Düsseldorf 2001 (ND), ISBN 3-491-96036-3.
  • Metzler Lexikon Antike. Hrsg. von Kai Brodersen und Bernhard Zimmermann, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, J. B. Mezler Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-476-02123-8.
  • Reallexikon der germanischen Altertumskunde (RGA). Begründet von Johannes Hoops, 2. völlig neu bearb. und stark erw. Aufl., hrsg. von Heinrich Beck, Herbert Jankuhn, Hans Kuhn, Kurt Ranke, Reinhard Wenskus. de Gruyter, Berlin – New York 1973-2007
    (Neubearbeitung des wichtigen Lexikons von Hoops.)
  • The Oxford Classical Dictionary (OCD). Hrsg. von S. Hornblower, A. Spawforth. Oxford Univ. Press, Oxford 1996 (3. Aufl.).
    (Bestes einbändiges Lexikon über die Antike mit teils herausragenden Artikeln.) ISBN 0198606419
  • Reallexikon für Antike und Christentum (RAC). Hrsg. von Th. Klauser u.a., Stuttgart 1950ff.
    (Noch nicht abgeschlossen, besonderes Augenmerk gilt der Spätantike.)
  • Heinz Mikisch: Basiswissen Antike. Ein Lexikon. Verlag Philipp Reclam jun., Stuttgart 2006.

Einführungen

  • Rosemarie Günther: Einführung in das Studium der Alten Geschichte. Paderborn 2001.
  • Hartmut Leppin: Einführung in die Alte Geschichte. München 2005, ISBN 3-406-53527-5.

Allgemeine Darstellungen

  • Blackwell History of the Ancient World (Blackwell, Oxford u.a.)
    • Marc Van de Mieroop: A History of the Ancient Near East ca. 3000-323 BC. 2004.
    • Jonathan Hall: A History of the Archaic Greek World. 2006.
    • P. J. Rhodes: A History of the Classical Greek World. 2005.
    • R. Malcolm Errington: A History of the Hellenistic World. 2006.
    • Stephen Mitchell: A History of the Later Roman Empire, AD 284–641. 2006.
    • Timothy E. Gregory: A History of Byzantium. 2005.
      (Alle Bände bieten einen gut lesbaren und fundierten, knappen Überblick mit aktueller Literatur.)
  • Blackwell Companions to the Ancient World. Verschiedene Hgg., Blackwell, Oxford 2003ff.
    (Bisher 8 Bde. erschienen bzw. in Vorbereitung; bieten insgesamt einen guten Einstieg auf Grundlage der aktuellen Forschungslage.)
  • The Cambridge Ancient History. Div. Hrsg., 14. Bde. (teils in Teilbänden). 2. Aufl., Cambridge 1970ff.
    (Umfassende und sehr wichtige Gesamtdarstellung des Antike. Die zweite Aufl. ist vollständig neubearbeitet worden.)
  • Geschichte der Antike. Ein Studienbuch. Hrsg. von H.-J. Gehrke und H. Schneider. 2. erw. Aufl., Metzler, Stuttgart 2006. ISBN 3476020746
    (Grundlegende Einführung!)
  • Geschichte kompakt Antike. Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (in Vorber., gute Einführungen mit einem teils hervorragenden, in die Darstellung integrierten Forschungsüberblick [z.B. R. Schulz, Athen und Sparta, Darmstadt 2003]).
  • Werner Dahlheim: Die Antike. Griechenland und Rom von den Anfängen bis zur Expansion des Islam. Schöningh Verlag, Paderborn 1994, ISBN 3-506-71980-7.
  • Wolfgang Schuller: Das Erste Europa, 1000 v. Chr.–500 n. Chr. (Handbuch der Geschichte Europas, Band 1). Ullmer, Stuttgart 2004. ISBN 3-8001-2791-1
    (Sehr knappe Darstellung der Ereignisgeschichte, wofür eine gute strukturelle und forschungsgeschichtliche Darstellung geboten wird.)
  • Oldenbourg Grundriss der Geschichte. Hrsg. von Jochen Bleicken und anderen, Bd. 1–4, München 1980 ff. (versch. Auflagen)
    (Dreiteilung jedes Bandes: 1) sehr knappe Darstellung, 2) Forschungsüberblick und 3) umfassende Bibliographie. Wichtiger Einstieg in die wissenschaftliche Arbeit!)
  • Oldenbourg Geschichte Lehrbuch: Antike. Hrsg. von Eckhard Wirbelauer. Oldenbourg, München 2004. ISBN 3-486-56663-6
    (Umfassender und zugleich origineller Einstieg in die antike Geschichte, der alle wichtigen Themen abdeckt; die Ereignisgeschichte wird aber nur sehr, sehr knapp behandelt.)
  • Routledge History of the Ancient World (Routledge Verlag, London/New York):
    • Amélie Kuhrt: The ancient Near East. 2 Bde., 1995.
      (Recht umfassende Darstellung der altorientalischen Geschichte bis zu den Achaimeniden.)
    • Robin Osborne: Greece in the making 1200–479 B. C.. 1996.
    • Simon Hornblower: The Greek world 479–323 B. C.. 3. Aufl., 2002.
      (Hervorragende Gesamtdarstellung der klassischen Zeit.)
    • Graham Shipley: The Greek world after Alexander 323–30 B. C.. 2000.
      (Mit die beste Gesamtdarstellung des Hellenismus.)
    • Timothy J. Cornell: The beginnings of Rome. Italy and Rome from the Bronze Age to the Punic Wars (c. 1000–264 B. C). 1995.
    • Martin Goodman: The Roman world 44 B. C.–A. D. 180.. 1997.
    • David S. Potter: The Roman empire at Bay, AD 180–395. 2004, ISBN 0-415-10058-5.
      (Hervorragende Darstellung, die auch soziokulturelle Aspekte mit einbezieht.)
    • Averil Cameron: The Mediterranean world in Late Antiquity A. D. 395–600. 1993.
      (Eine ausgezeichnete englische Einführung in die Spätantike.)

Klassiker

(zum Teil veraltet)

  • Edward Gibbon: Verfall und Untergang des römischen Imperiums. 6 Bde. dtv, München 2003.
    (Zum ersten Mal komplett und ungekürzt bis zum Ende Westroms, die Geschichte von Byzanz ist immer noch ausgespart.) ISBN 3-423-96406-5
  • Karl Julius Beloch: Griechische Geschichte. 4 Bde. (in 8 Teilbände). Straßburg 1893ff. (2. überarb. Aufl. 1912ff.).
    (Bedeutende, aber nicht immer unumstrittene Darstellung.)
  • Johann Gustav Droysen: Geschichte des Hellenismus. Perthes, Gotha 1877.
  • Theodor Mommsen: Römische Geschichte. Weidmann, Berlin 1902. (Nachdr. dtv, München 2001) ISBN 3-423-59055-6
  • Georg Wissowa: Religion und Kultus der Römer. Beck, München 1902 (2. Aufl. 1912, Nachdr. 1971) (=Handbuch der Altertumswissenschaft V.4) ISBN 3-406-03406-3
  • Eduard Meyer: Caesars Monarchie und das Prinzipat des Pompejus. Innere Geschichte Roms von 66 bis 44 v. Chr. Cotta, Stuttgart–Berlin 1918 (3. Aufl. 1922, Nachdr. Phaidon, Essen 1984). ISBN 3-88851-051-1
  • Helmut Berve: Sparta. Bibliographisches Institut, Leipzig 1937.
    (Politisch stark gefärbt)
  • Matthias Gelzer: Julius Caesar. Der Politiker und Staatsmann. Callwey, München 1941. (3. Aufl., Nachdr. Steiner, Wiesbaden 1983, ISBN 3-515-03907-4)

(Älteren Datums, aber immer noch sehr nützlich, sind die Darstellungen zur griechischen Geschichte von Karl Julius Beloch, Georg Busolt und Eduard Meyer.)

Einzeldarstellungen

  • Hermann Bengtson: Griechische Geschichte. Von den Anfängen bis in die römische Kaiserzeit. Handbuch der Altertumswissenschaft III. 4, Reprint der 5. durchgesehen und erg. Auflage von 1977. München 1996. ISBN 3-406-06660-7
    (Als Ausgabe ohne wissenschaftlichen Apparat: Griechische Geschichte, 9. Auflage, München 2002. ISBN 3-406-02503-X; inhaltlich jedoch teils veraltet)
  • Detlef Lotze: Griechische Geschichte. Von den Anfängen bis zum Hellenismus. München 2000.
    (Siehe auch weitere Bände aus dieser Reihe von Ernst Baltrusch, Klaus Bringmann, Hartwin Brandt, Peter Funke, Mischa Meier, Karl-Wilhelm Welwei, Josef Wiesehöfer etc. Jedoch: nur für den ersten Überblick geeignet.)
  • Oswyn Murray: Das frühe Griechenland. München 1982 und Nachdrucke.
    (Ausgezeichnete Darstellung der griechischen Frühzeit bis hin zu den Perserkriegen.)
  • John K. Davies: Das klassische Griechenland und die Demokratie. München 1982.
  • Christian Meier: Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte. Berlin 1993.
    (Gesamtdarstellung Athens im 5. Jahrhundert, aber ohne Fußnoten.)
  • Frank W. Walbank: Die hellenistische Welt. München 1983.
  • Ernst Kornemann: Weltgeschichte des Mittelmeerraumes. Von Philipp II. von Makedonien bis Muhammed. 2. Aufl., München 1967.
  • Hermann Bengtson: Grundriss der Römischen Geschichte mit Quellenkunde. Republik und Kaiserzeit bis 284 n. Chr. Handbuch der Altertumswissenschaft III. 5. München 1982. ISBN 3-406-08617-9
  • Klaus Bringmann: Geschichte der römischen Republik. München 2002.
    (Solide Darstellung)
  • Karl Christ: Geschichte der römischen Kaiserzeit. 4. aktual. Aufl., München 2002.
    (Beste deutsche Darstellung der Kaiserzeit bis Konstantin dem Großen.)
  • Alexander Demandt: Die Spätantike. Handbuch der Altertumswissenschaft III. 6, München 1989.
    (Als inhaltlich gekürzte Ausgabe ohne wissenschaftlichen Apparat: Geschichte der Spätantike, München 1998. ISBN 3-406-44107-6)
  • Arnold Hugh Martin Jones: The Later Roman Empire 284–602. A Social, Economic and Administrative Survey. 3 Bde. Oxford 1964 (ND in 2 Bde. Baltimore 1986).
    (Umfassendste moderne, von einem Autor verfasste Darstellung der Spätantike, jedoch durch die Faktendichte teils schwer lesbar und inzwischen teilweise überholt.)

Spezielle Literatur

  • Kulturgeschichte der antiken Welt. Verschiedene Verfasser, Bd. 1ff., Mainz 1977ff.
  • Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Berlin und New York 1972ff.
  • Jochen Bleicken: Verfassungs- und Sozialgeschichte des Römischen Kaiserreiches. 2 Bde., Paderborn, München, Wien, Zürich 1981
  • Ders.: Die athenische Demokratie. 4. Aufl., Stuttgart 1995.
  • Donald Kagan: The Peloponnesian War, London 2003.
    (Siehe auch Kagans vierbändige Darstellung des Pelop. Krieges; hier eine intelligente und zusammenfassende Darstellung für ein breiteres Publikum.)
  • Michael Stahl: Gesellschaft und Staat bei den Griechen. 2 Bde. Schöningh, Paderborn 2003.
    (Sehr gutes Überblickswerk.)
  • Karl-Wilhelm Welwei: Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert. Darmstadt 1999.
    (Detaillierte Darstellung der Politik Athens und dessen Aufstieg zur Hegemonialmacht.)
  • Karl-Wilhelm Welwei: Sparta. Aufstieg und Niedergang einer antiken Großmacht. Stuttgart 2004.
    (Wohl die beste deutschsprachige Darstellung der Geschichte Spartas.)
  • Karl-Wilhelm Welwei: Die griechische Polis. Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit. 2. Aufl., Stuttgart 1998.
  • Josef Wiesehöfer: Das antike Persien. Von 550 v. Chr. bis 650 n. Chr. Aktual. Neuauflage, Patmos, Düsseldorf 2005.
    (Gutes Überblickswerk bezüglich des antiken Persiens; dort auch weitere Hinweise.)

Weblinks

Anmerkungen

  1. siehe zeitliche Abgrenzung



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