Joachim Kahl: Unterschied zwischen den Versionen

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==Weblinks==
 
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*[http://www.kahl-marburg.privat.t-online.de/ Webpräsenz Joachim Kahl]
 
*[http://www.kahl-marburg.privat.t-online.de/ Webpräsenz Joachim Kahl]
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*[http://www.ibka.org/artikel/ag98/atheismus.html  "Die Antowort des Atheismus"]
 
*Armin Pfahl-Traughber: [http://www.kahl-marburg.privat.t-online.de/pfahl_miz.htm Elend des Christentums und Plädoyer für Humanismus - Zum 65. Geburtstag des Religionskritikers Joachim Kahl]
 
*Armin Pfahl-Traughber: [http://www.kahl-marburg.privat.t-online.de/pfahl_miz.htm Elend des Christentums und Plädoyer für Humanismus - Zum 65. Geburtstag des Religionskritikers Joachim Kahl]
 
*[http://openpr.de/news/86430/Wichtiger-Vorkaempfer-fuer-die-Geistesfreiheit-Zum-65-Geburtstag-von-Joachim-Kahl.html Wichtiger Vorkämpfer für die Geistesfreiheit - Zum 65. Geburtstag von Joachim Kahl], Pressemitteilung der [[Humanistische Union|Humanistischen Union]] vom 11. Mai 2006
 
*[http://openpr.de/news/86430/Wichtiger-Vorkaempfer-fuer-die-Geistesfreiheit-Zum-65-Geburtstag-von-Joachim-Kahl.html Wichtiger Vorkämpfer für die Geistesfreiheit - Zum 65. Geburtstag von Joachim Kahl], Pressemitteilung der [[Humanistische Union|Humanistischen Union]] vom 11. Mai 2006

Version vom 26. August 2007, 21:43 Uhr

Joachim Kahl (geboren am 12. Mai 1941 in Köln) ist ein deutscher Religionskritiker und ist als Publizist und Dozent tätig. Er bezeichnet sich selbst als „freiberuflicher Philosoph“.

Kahl lebt in Marburg und ist seit 1968 verheiratet mit der Sonderschullehrerin Anna Margarete Kahl, mit der er zwei Kinder hat.

1967 wurde Kahl an der Philipps-Universität Marburg mit der Arbeit „Philosophie und Christologie im Denken Friedrich Gogartens“ zum Dr. theol. promoviert. Kurz darauf trat er aus der evangelischen Kirche aus, weil seine kritische Auseinandersetzung mit der christlichen Glaubenswelt ihn zur Ablehnung des Christentums und darüberhinaus von Religion generell geführt hatte. Er wurde Atheist und begründete dies in seinem Buch „Das Elend des Christentums oder Plädoyer für eine Humanität ohne Gott“ (1968).

Im Zweitstudium an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main in den Fächern Philosophie, Soziologie und Politik setzte er sich besonders mit der „Kritischen Theorie“ der „Frankfurter Schule“ auseinander. In dieser Zeit wurde er Marxist. Als der „orthodoxe“ marxistische Philosoph Hans Heinz Holz nach Marburg berufen wurde, kehrte Kahl dorthin zurück und wurde 1975 mit der Arbeit „Darstellung, Analyse und Kritik der Weltanschauungskritik Ernst Topitschs“ zum Dr. phil. promoviert.

Von 1974 bis 1984 führte Kahl als Lehrbeauftragter im Fachbereich Philosophie und Gesellschaftswissenschaften der Universität Marburg regelmäßig Seminare zur Geschichte der Philosophie durch. Parallel dazu betätigte er sich als Sprecher des „Marburger Komitees gegen Berufsverbote“ und des „Hessischen Komitees gegen Berufsverbote“ und engagierte sich in den 70er und 80er Jahren gegen den „Radikalenerlass“. Kahl verstand dies als Zivilcourage, notwendig zur Stärkung der Demokratie.

Von 1982 bis 1990 war er Bildungsreferent für den „Bund für Geistesfreiheit Nürnberg“, einer freigeistigen Weltanschauungsgemeinschaft und Kulturorganisation. Von dort aus ergaben sich Verbindungen zu anderen Organisationen, namentlich zur „Thomas-Dehler-Stiftung“ und der „Gesellschaft für kritische Philosophie“. Diese Einflüsse, vor allem aber die welthistorischen Vorgänge von „1989“ führten Kahl zur Abkehr vom Marxismus, was er in seinem Buch „Weltlicher Humanismus. Eine Philosophie für unsere Zeit“ reflektierte.

Werke

  • Philosophie und Christologie im Denken Friedrich Gogartens. Marburg 1967 (theol. Diss.)
  • Das Elend des Christentums. oder Plädoyer für eine Humanität ohne Gott. Reinbek 1968. ISBN 3-499-11093-8; mehrere Auflagen; Übers. ins Englische, Japanische, Italienische, Holländische. Überarb. und erw. Neuausgabe 1993
  • Darstellung, Analyse und Kritik der 'Weltanschauungskritik' Ernst Topitschs. Eine philosophische Studie zum Verhältnis von Positivismus und Konservatismus. Marburg 1975 (philos. Diss.); Buchausgabe u.d.T. Positivismus als Konservatismus Eine philosophische Studie zu Struktur und Funktion der positivistischen Denkweise am Beispiel Ernst Topitsch. Köln, Pahl-Rugenstein, 1976
  • Warum ich Atheist bin, in: Karlheinz Deschner (Hg.): Warum ich Christ / Atheist/ Agnostiker bin. Köln, Kiepenheuer und Witsch, 1977
  • Etty, Peter und Silvia Gingold. Porträt einer Familie. Ein Bilderbuch über deutsche Zustände, hg. v. Joachim Kahl und anderen. Köln, Pahl-Rugenstein Verlag, 1978
  • Freidenker. Geschichte und Gegenwart, hg. v. Joachim Kahl und Erich Wernig. Köln, Pahl-Rugenstein Verlag,1981
  • Der Fels des Atheismus. Epikurs und Georg Büchners Kritik an der Theodizee. In: Georg-Büchner-Jahrbuch 2/1982, Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt/M, 1983
  • Das andere Weihnachtsbuch, hg. v. Joachim Kahl und Peter Schütt. Weltkreis Verlag, Dortmund, 1983
  • Weltlicher Humanismus. Eine Philosophie für unsere Zeit. LIT-Verlag, Münster 2006, ISBN 3-8258-8511-9.

Weblinks


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