Dunning-Kruger-Effekt

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Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt das Phänomen, dass inkompetente Menschen ihre Kompetenz häufig überschätzen und die Leistungen von kompetenteren Personen meist unterschätzen.

Der Effekt wurde anschaulich in einer Reihe von Experimenten demonstriert, die durch Justin Kruger und David Dunning an der Cornell Universität durchgeführt wurden. Ihre Resultate wurden im Journal of Personality and Social Psychology im Dezember 1999 veröffentlicht.

Kruger und Dunning bemerkten in vorhergehenden Studien, dass bei Fähigkeiten, wie dem Erfassen von Texten, Schachspielen oder Autofahren, Unwissenheit oft zu mehr Selbstvertrauen führt als Wissen. Sie fanden heraus, dass bei Fähigkeiten, über die Menschen in höherem oder im geringen Grad verfügen können,

  1. inkompetente Personen dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen,
  2. inkompetente Personen überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen,
  3. inkompetente Personen das Ausmass ihrer Inkompetenz nicht erkennen können,
  4. inkompetente Personen durch Ausbildung nicht nur ihre Kompetenz steigern, sondern auch lernen können, sich und andere besser einzuschätzen.

Siehe auch

Weblinks